Türkisfarbene Bucht an der Halbinsel Akamas auf Zypern

Warmer Urlaub im Mai: Wo Luft und Wasser zusammenpassen

Aktualisiert am 29.09.2026 · Lesezeit 5 Min.

Kurzantwort: Verlässlich warm ist im Mai das Rote Meer: Hurghada meldet im Mittel 33 Grad Luft und 26 Grad Wasser. Am Mittelmeer führen Zypern und die türkische Riviera mit rund 26 Grad Luft und 21 Grad Wasser, Kreta folgt mit 23,5 Grad Luft und 19 Grad Wasser. Auf den Kanaren bleibt es mit 23,6 Grad mild, das Wasser des Atlantiks ist jedoch kühler als das Mittelmeer.

Die Frage nach Wärme im Mai wird häufig mit Lufttemperaturen beantwortet. Für den Badeurlaub ist das die falsche Zahl.

Entscheidend ist das Wasser, und das hinkt der Luft im Frühjahr um mehrere Wochen hinterher. Ein Ziel mit 28 Grad Luft und 18 Grad Wasser ist im Mai keine Badedestination.

Dieser Text stellt beide Werte nebeneinander und sortiert die Ziele danach, wofür sie im Mai taugen.

Wann Wasser als warm gilt

Als angenehm empfinden die meisten Menschen Meerwasser ab etwa 22 Grad. Zwischen 19 und 21 Grad ist Schwimmen möglich, verlangt aber Überwindung und kurze Aufenthalte.

Unter 18 Grad wird das Baden für die meisten zur Mutprobe. Diese Grenzen erklären, warum ein Ziel mit hoher Lufttemperatur trotzdem kein Badeziel sein kann.

Dazu kommt der Wind. An offenen Küsten kühlt er den nassen Körper stark ab, in geschützten Buchten fällt derselbe Wert deutlich angenehmer aus.

Rotes Meer: die sichere Bank

Hurghada erreicht im Mai eine mittlere Tageshöchsttemperatur von 33 Grad, das Wasser liegt bei 26 Grad. Damit ist die ägyptische Küste im Mai das wärmste Ziel in vier bis fünf Flugstunden.

Der Tag-Nacht-Unterschied ist dort gering; im Mittel liegen Höchst- und Tiefstwerte rund fünf Grad auseinander. Regen fällt praktisch nicht, die wenigen Regentage verteilen sich auf die milden Wintermonate.

Wer Hitze schlecht verträgt, sollte den Mai als letzten guten Monat betrachten. Im August steigt der Tageswert auf 35 Grad.

Berge an der Küste des Roten Meeres bei Nuweiba im Sinai
Am Roten Meer ist der Mai der letzte Monat vor der Sommerhitze. Foto: Vyacheslav Argenberg, CC BY 4.0

Zypern und die türkische Riviera

In Larnaka liegen im Mai 26,1 Grad Luft und 21 Grad Wasser an, in Antalya 26,4 Grad Luft und ebenfalls 21 Grad Wasser. Beide Ziele sind damit an der Schwelle zum angenehmen Baden.

In der zweiten Maihälfte klettert das Wasser weiter, sodass eine Reise gegen Monatsende messbar mehr bringt als eine in der ersten Woche.

Für Ausflüge ist der Monat ohnehin ideal. Die Ausgrabungsstätten und Bergdörfer beider Regionen lassen sich im Mai zu Fuß erkunden, im Juli kaum noch.

Kreta und die griechischen Inseln

Iraklio kommt im Mai auf 23,5 Grad Luft und 19 Grad Wasser. Für ein kurzes Bad reicht das, für lange Stunden im Meer nicht.

Griechenlands Inseln sind im Mai deshalb eher Wander- und Kulturziele. Der Vorteil: Die Wege sind grün, die Blüte steht, und die Orte sind noch nicht ausgebucht.

Auf den Kykladen kommt der Meltemi dazu, ein Nordwind, der im Frühjahr einsetzt und im Hochsommer am stärksten weht. Er senkt die gefühlte Temperatur deutlich und macht Fährverbindungen gelegentlich unzuverlässig.

Wer im Mai unbedingt schwimmen möchte, wählt eine Bucht an der Süd- oder Ostseite einer Insel. Dort steht das Wasser ruhiger, erwärmt sich schneller und liegt oft ein bis zwei Grad über dem Wert der offenen Küste.

Kanaren und Madeira

Las Palmas meldet im Mai 23,6 Grad Tageshöchstwert, Funchal auf Madeira 20,9 Grad. Beide Inselgruppen liefern verlässliches Wetter mit wenig Regen.

Das Wasser bleibt jedoch atlantisch und damit kühler als am Mittelmeer. Wer schwimmen will, findet auf den Kanaren im Süden der Inseln die geschütztesten Buchten und Meerwasserbecken.

Wo der Mai nicht funktioniert

Die Malediven treten im Mai in den Südwestmonsun ein, der bis Oktober läuft. Wind und stärkere Niederschläge sind in Juni und Juli am ausgeprägtesten.

Auch die Karibik ist keine gute Wahl für den Spätfrühling, weil ab dem 1. Juni die Hurrikansaison beginnt und die Feuchtigkeit schon im Mai zunimmt.

Am westlichen Mittelmeer bleibt das Wasser im Mai kühl. Spanien, Südfrankreich, Sardinien und die Adria erwärmen sich langsamer als die Levante, weil die Wassermassen dort tiefer und stärker durchmischt sind.

Sonnenstunden und Regenrisiko

Für einen Badeurlaub zählt neben der Temperatur die Zahl der trockenen Tage. Am Roten Meer ist das kein Thema: Hurghada verzeichnet nur wenige Regenereignisse im Jahr, und die fallen in die milden Wintermonate.

Im östlichen Mittelmeer nimmt der Niederschlag ab Mai stark ab; Zypern und die türkische Südküste sind ab Mitte des Monats meist trocken. Kreta liegt zwischen Mai und September fast durchgehend im Trockenen.

Auf den Kanaren ist Regen ganzjährig selten, dafür kommt im Frühjahr gelegentlich Saharastaub auf, der die Sicht trübt und mehrere Tage anhalten kann.

Die Sonne steht im Mai bereits hoch. Der UV-Index erreicht in Südeuropa Werte wie im Hochsommer, obwohl es sich deutlich kühler anfühlt, was Sonnenbrände in dieser Jahreszeit begünstigt.

Häufige Fragen

Wo ist das Wasser im Mai am wärmsten?

Am Roten Meer mit rund 26 Grad. Am Mittelmeer führen Zypern und Antalya mit etwa 21 Grad.

Reichen 21 Grad Wassertemperatur zum Baden?

Für kurze Bäder ja, für lange Aufenthalte im Wasser empfinden viele erst ab 22 bis 23 Grad Komfort.

Ist Mallorca im Mai warm genug?

Zum Wandern und für Städtetouren ja. Das westliche Mittelmeer erwärmt sich später als das östliche, deshalb ist Baden Glückssache.

Anfang oder Ende Mai reisen?

Ende Mai. Jede Woche bringt am Mittelmeer messbar wärmeres Wasser und längere Tage.

Quellen

Von Robert Kienzle, Redaktion aromohola.de. Empfehlungen entstehen ohne Gegenleistung von Anbietern.


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