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Kurzantwort: Im März funktionieren Andalusien, Sizilien, Malta und Zypern für Städte und Wanderungen, die Kanaren und Madeira für milde Sonne, Marokko und Jordanien für Wüste und Kultur. Zum Baden reicht das Mittelmeer noch nicht — dafür musst du auf die Kanaren, ans Rote Meer oder in die Tropen. In den Alpen liegt oberhalb von 2.000 Metern noch Schnee.
März ist ein Übergangsmonat, und genau das macht ihn interessant. Die Nebensaisonpreise gelten noch, die Tage werden spürbar länger, und im Süden Europas ist der Winter vorbei, bevor die Hitze anfängt.
Der Haken liegt beim Wasser. Das Mittelmeer erreicht seinen Tiefpunkt im Februar und März und liegt dann bei 14 bis 17 Grad. Wer Strandurlaub im klassischen Sinn will, muss weiter fliegen. Alle anderen bekommen den besten Monat des Jahres für Städte und Berge.
Was den März ausmacht

Zwei Termine bestimmen die Preise. Der eine ist Ostern, das je nach Jahr auf Ende März oder in den April fallen kann — 2027 liegt der Ostersonntag auf dem 28. März. Der andere sind die Osterferien, deren Termine die Kultusministerkonferenz für alle Bundesländer Jahre im Voraus veröffentlicht.
Dazu kommt die Zeitumstellung am letzten Sonntag im März. Ab diesem Wochenende ist es abends eine Stunde länger hell, was im Süden Europas den Unterschied zwischen einem Nachmittag und einem Abend draußen ausmacht.
Südeuropa: die beste Wandersaison
Andalusien liegt im März bei etwa 20 bis 22 Grad am Tag und 9 bis 11 Grad in der Nacht. Sevilla, Córdoba und Granada lassen sich in diesem Monat zu Fuß erkunden, ohne dass die Mittagsstunden ausfallen. In der Sierra Nevada liegt gleichzeitig noch Schnee.
Mallorca und die Balearen kommen auf 18 bis 19 Grad. Die Mandelblüte ist Ende Februar meist vorbei, dafür ist die Insel grün wie sonst nie im Jahr, und die Wanderwege im Tramuntana-Gebirge sind frei. Sizilien und Malta liegen ähnlich, mit dem Vorteil, dass dort die antiken Stätten fast leer sind.
Zypern und Kreta erreichen im März bereits 19 bis 21 Grad. Das Wasser bleibt mit 17 bis 18 Grad kühl, aber für Wanderungen in der Samaria-Schlucht oder im Troodos-Gebirge ist der Monat ideal.
Kanaren und Madeira
Die Kanarischen Inseln sind das einzige europäische Ziel, das im März verlässlich 22 bis 23 Grad liefert. Das Wasser liegt bei etwa 19 Grad — kühl, aber machbar. Der Süden von Teneriffa und Gran Canaria ist die sicherste Wahl, der Norden regnerischer.
Madeira hat 20 Grad und die grünste Phase des Jahres. Für Levada-Wanderungen ist der März gut, weil die Kanäle Wasser führen und die Hänge blühen. Regenjacke gehört trotzdem ins Gepäck.
Nordafrika und Naher Osten
Marrakesch liegt im März bei 23 bis 25 Grad, das Atlasgebirge trägt noch Schnee auf den Gipfeln. Das ist die Kombination, für die viele nach Marokko fliegen: vormittags Souk, nachmittags Berge. Die Wüstentouren nach Merzouga sind jetzt angenehm, im Sommer kaum auszuhalten.
Jordanien öffnet im März seine beste Saison. Petra und das Wadi Rum liegen bei 20 bis 23 Grad, die Wüstennächte sind kalt. Ägypten am Roten Meer erreicht 26 Grad Luft und 22 Grad Wasser und ist damit das nächstgelegene echte Badeziel.
Fernziele im März
Japan zieht im März wegen der Kirschblüte. Sie beginnt in Kyushu Ende März und erreicht Tokio und Kyoto im langjährigen Mittel in der letzten Märzwoche, mit Abweichungen von bis zu zwei Wochen je nach Winter. Unterkünfte in dieser Zeit sind früh ausgebucht.
Vietnam ist im März landesweit angenehm, weil der Norden trocken und der Süden noch nicht in der Regenzeit ist. Thailand wird heiß, Sri Lankas Westküste bleibt trocken. Südafrika und Namibia stehen am Ende ihres Sommers, in Kapstadt ist die Weinlese.
In Nordamerika beginnt in Florida und im Süden der USA die angenehmste Zeit vor der Schwüle. Kanadas Osten liegt noch im Winter, was für Skifahren und Nordlichter spricht.
Ein Hinweis zum amerikanischen Frühjahr: In den USA fällt der Spring Break in den März, und die Semesterferien verteilen sich über mehrere Wochen. Florida, die Küste Kaliforniens und Cancún sind dann voll und teuer. Wer diese Ziele im Sinn hat, prüft die Termine vor der Buchung.
Ski im März
Der März hat in den Alpen die längsten Tage der Saison und oft die stabilsten Schneedecken in der Höhe. Verlässlich sind Gebiete mit Pisten oberhalb von 2.000 Metern und Gletscheranbindung, etwa im Wallis, in Tirol und im Aostatal.
Unterhalb von 1.500 Metern wird es zum Glücksspiel, und die Nachmittage werden matschig. Wer im März fährt, startet früh und hört mittags auf.
Die Sonne steht im März schon hoch, und der Schnee reflektiert einen großen Teil der Strahlung zusätzlich. Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor und eine Brille mit passender Tönung sind in diesem Monat wichtiger als im Januar — Sonnenbrand im Gesicht ist der häufigste Schaden einer Frühjahrsskiwoche.
Häufige Fragen
Kann man im März irgendwo in Europa baden?
Im Meer nur auf den Kanaren, und auch dort mit rund 19 Grad eher sportlich. Alles andere in Europa liegt unter 18 Grad.
Wann sind die Osterferien?
Das entscheiden die Bundesländer. Die Termine stehen mehrere Jahre im Voraus auf der Seite der Kultusministerkonferenz.
Ist März eine gute Zeit für Städtereisen in Nordeuropa?
Bedingt. Kopenhagen, Stockholm und Edinburgh sind noch kühl und wechselhaft, dafür günstig und leer. Ab April wird es dort deutlich freundlicher.
Quellen
- Kultusministerkonferenz: Ferientermine der Bundesländer
- Wikipedia: Japanische Kirschblüte
- Wikipedia: Mittelmeer
- Auswärtiges Amt: Reise- und Sicherheitshinweise nach Ländern
Geschrieben von Isabel, Redaktion aromohola.de — sie schreibt hier über Reiseziele, Reisezeiten und Unterwegssein.








