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Kurzantwort: Im September steht das Mittelmeer auf seinem wärmsten Stand des Jahres. Antalya meldet 31,7 Grad Luft und 27 Grad Wasser, Larnaka 30,6 Grad Luft und 26 Grad Wasser, Iraklio 26,4 Grad Luft und 24 Grad Wasser. Am Roten Meer sind es in Hurghada 32 Grad Luft und 29 Grad Wasser, auf den Kanaren 27,2 Grad Tageshöchstwert. In der Karibik läuft die Hurrikansaison.
Der September ist unter Reisenden der am meisten unterschätzte Badingmonat. Die Sommerhitze lässt nach, das Wasser hält die aufgenommene Wärme, und die Familien sind zurück in der Schule.
Wer nicht an Ferien gebunden ist, bekommt in diesem Monat die beste Kombination aus Wetter, Preis und Ruhe.
Der Überblick nennt zuerst die Zahlen für das Mittelmeer, danach die Alternativen weiter südlich und die Fernziele.
Warum das Meer im September am wärmsten ist
Wasser erwärmt sich langsamer als Luft und gibt die Wärme ebenso langsam wieder ab. Deshalb erreicht die Meerestemperatur ihren Höchststand nicht im Juli, sondern mit ein bis zwei Monaten Verzögerung.
Gleichzeitig sinken die Lufttemperaturen. Aus dem drückenden August wird ein Monat, in dem auch Ausflüge und Wanderungen wieder möglich sind.
Für Reisende bedeutet das: Der September liefert die Wasserwerte des Hochsommers ohne dessen Belastung.
Östliches Mittelmeer
Antalya führt die Liste an. Im September liegen dort 31,7 Grad Tageshöchsttemperatur und 27 Grad Wassertemperatur an, gegenüber 34,9 Grad Luft und 28 Grad Wasser im August.
Zypern folgt dicht dahinter: Larnaka kommt auf 30,6 Grad Luft und 26 Grad Wasser. Beide Ziele halten diese Werte bis weit in den Oktober.
Kreta ist mit 26,4 Grad Luft und 24 Grad Wasser in Iraklio etwas kühler, dafür angenehm für Menschen, denen 30 Grad zu viel sind.

Rotes Meer und Nordafrika
Hurghada erreicht im September 32 Grad am Tag und 29 Grad Wassertemperatur. Damit ist das Rote Meer das wärmste Badegewässer in Reichweite eines Mittelstreckenflugs.
Marokko und Tunesien sind im September ebenfalls gut bereist. An der Atlantikküste Marokkos bleibt das Wasser kühl, dafür sind Marrakesch und der Hohe Atlas nach dem Hochsommer wieder erträglich.
Für Taucherinnen und Taucher ist der September am Roten Meer einer der stärksten Monate. Warmes Wasser, gute Sicht und ruhige See treffen zusammen, und die Riffe sind weniger besucht als in den Winterferien.
Ägypten hat im September zudem noch keine Nebensaisonpreise. Die günstigen Wochen beginnen dort erst im November, wenn die europäischen Herbstferien vorbei sind.
Atlantik: Kanaren, Madeira und Portugal
Auf Gran Canaria liegt der Höchstwert in Las Palmas im September bei 27,2 Grad. Das ist der wärmste Monat des Jahres auf der Insel, weil sich der Atlantik erst spät erwärmt.
Funchal auf Madeira erreicht 25,7 Grad, ebenfalls ein Jahreshöchstwert. Portugals Algarve profitiert im September davon, dass die spanischen und portugiesischen Sommerferien enden und die Strände dadurch schlagartig leerer werden.
Fernziele im September
Die Karibik liegt mitten in der Hurrikansaison, die offiziell vom 1. Juni bis zum 30. November läuft. Wer trotzdem bucht, achtet auf Stornobedingungen und Reiseversicherung.
Auf den Malediven läuft der Südwestmonsun noch bis Oktober. Die trockensten Monate sind laut Klimatabelle für Malé Januar bis März.
Gut passen im September dagegen Kalifornien und der Südwesten der USA, Japan außerhalb der Taifunphasen und das südliche Afrika, wo die Trockenzeit ihrem Ende zugeht und die Wildbeobachtung am ergiebigsten ist.
Auch Island und Norwegen haben im September eine kurze, gute Phase. Die Nächte sind wieder dunkel genug für Polarlichter, während Straßen und Wanderwege noch offen sind. Ab Oktober schließen die ersten Hochgebirgsstraßen.
Preise und Andrang
In Deutschland enden die Sommerferien je nach Bundesland zwischen Ende August und Mitte September. Danach fallen Flug- und Hotelpreise in den Mittelmeerzielen deutlich.
Gleichzeitig leeren sich Strände und Altstädte. Restaurants haben durchgehend geöffnet, Ausflugsboote fahren noch, und die Reservierung an einem Freitagabend ist wieder eine Formsache.
Die Ferienordnung der Bundesländer rotiert jährlich. Wer schulpflichtige Kinder hat, prüft die Termine des eigenen Landes früh, weil sich der günstige Zeitraum dadurch von Jahr zu Jahr verschiebt.
Adria und westliches Mittelmeer
Kroatien, Italien und Spanien liegen im September ebenfalls auf gutem Niveau, kühlen aber schneller ab als die Levante. Die Adria verliert ab Mitte September spürbar an Wassertemperatur, weil sie flacher ist und stärker auf kalte Luftmassen reagiert.
Für die Balearen und Sardinien ist die erste Septemberhälfte die beste Zeit des Jahres: Wasser auf Höchststand, Hitze abgeklungen, Strände wieder begehbar. In der zweiten Monatshälfte steigt die Wahrscheinlichkeit für Gewitterlagen.
An der spanischen Atlantikküste und in Portugal bleibt das Wasser durchgehend kühler. Dort ist der September vor allem für Wanderungen, Surfen und Städtereisen der richtige Monat.
Häufige Fragen
Ist der September wärmer als der August?
In der Luft nicht, im Wasser fast. Antalya verliert von August auf September rund drei Grad Lufttemperatur, aber nur ein Grad Wassertemperatur.
Wo ist das Wasser im September am wärmsten?
Am Roten Meer mit rund 29 Grad in Hurghada, gefolgt von der türkischen Riviera mit 27 Grad.
Lohnt sich der September für Familien?
Nur eingeschränkt, weil in den meisten Bundesländern die Schule wieder läuft. Für Familien mit Vorschulkindern ist es einer der besten Monate.
Wann endet die Badesaison am Mittelmeer?
Im Osten Ende Oktober, im Westen und in der Adria zwei bis drei Wochen früher.
Quellen
- Antalya, Klimatabelle – Wikipedia
- Larnaka, Klimatabelle – Wikipedia
- Iraklio, Klimatabelle – Wikipedia
- Hurghada, Klimatabelle – Wikipedia
- Las Palmas de Gran Canaria, Klimatabelle – Wikipedia
- Funchal, Klimatabelle – Wikipedia
- Atlantische Hurrikansaison – Wikipedia
- Malediven, Klima – Wikipedia
Geschrieben von Isabel, Redaktion aromohola.de — sie schreibt hier über Reiseziele, Reisezeiten und Unterwegssein.








