A very cool early boat ride across the lake then a taxi ride to Heho airport for a propellered plane ride back

Urlaub Comer See: Reisezeit, Anreise, Orte und Kosten im Check

Aktualisiert am 29.09.2026 · Lesezeit 5 Min.

Kurzantwort: Die beste Zeit für Urlaub am Comer See ist April bis Oktober, mit Mai, Juni und September als angenehmsten Monaten. Die Anreise läuft über Mailand: mit der Bahn nach Como oder Varenna, mit dem Auto über den Gotthard oder den Brenner und die A9. Der See hat die Form eines umgekehrten Y mit den Armen Como, Lecco und Colico, in der Mitte liegen Bellagio, Varenna und Menaggio. Linienschiffe verbinden die Orte, ein Auto brauchst du am See selbst kaum. Der Personalausweis reicht.

Der Comer See ist mit 146 Quadratkilometern der drittgrößte See Italiens nach Gardasee und Lago Maggiore und mit bis zu 425 Metern einer der tiefsten Seen Europas. Er ist 51 Kilometer lang, höchstens 4,2 Kilometer breit und liegt 197 Meter über dem Meer. Die Uferlinie misst 170 Kilometer, und fast überall stehen Villen mit Gärten, die seit dem 18. Jahrhundert die Reichen aus Mailand anzogen.

Anders als am Gardasee gibt es hier kaum Campingplätze und Freizeitparks. Der Comer See ist eng, steil und elegant. Hier findest du Reisezeit, Anreise, die Orte an den drei Armen, die Schifffahrt und die Regeln, belegt mit Wikipedia und Auswärtigem Amt, Stand 10.09.2026.

Beste Reisezeit

Die Saison beginnt im April mit der Blüte in den Villengärten und endet Ende Oktober. Mai, Juni und September sind die besten Monate für Wandern und Bootsfahrten bei angenehmen Temperaturen. Juli und August sind heiß, voll und teuer, dann drängen sich Tagesgäste aus Mailand in Bellagio und Varenna. Im Winter schließen die meisten Hotels und Fähren fahren seltener, dafür liegt Schnee auf den Bergen ringsum.

Zwei Winde prägen den See: die Breva, die von März bis Oktober fast täglich ab Mittag aus Süden weht, und der Tivano, ein Fallwind aus Norden am Morgen. Segler und Surfer treffen sich deshalb im Norden bei Colico und Domaso, wo der See breiter ist.

Anreise mit Bahn und Flugzeug

Mailand ist das Tor zum See. Von dort fahren Regionalzüge nach Como am Südwestarm und über Lecco am Ostufer entlang nach Varenna, Bellano und Colico. Von Deutschland erreichst du Mailand mit Umstieg in Zürich über den Gotthard oder über München und Verona. Die Flughäfen Mailand-Malpensa, Mailand-Linate und Bergamo liegen jeweils rund eine Stunde entfernt, mit Bahn- und Busanschluss.

Am See selbst brauchst du kein Auto. Linienschiffe der staatlichen Schifffahrtsgesellschaft verbinden alle Orte, im Zentrum pendeln Autofähren im Dreieck Bellagio–Varenna–Menaggio–Cadenabbia. Busse fahren entlang der Uferstraßen.

Anreise mit dem Auto

Von Süddeutschland führt der kürzeste Weg durch die Schweiz über den Gotthard nach Chiasso und Como. Dafür brauchst du die Schweizer Jahresvignette. Alternativ fährst du über den Brenner und die A22 nach Verona, dann die A4 nach Mailand und die A9 nach Como. In Italien wird die Autobahnmaut nach Strecke berechnet. Laut Auswärtigem Amt gelten 0,5 Promille, für Fahrer unter 21 Jahren null, tagsüber Abblendlicht außerorts und Warnwestenpflicht. Die Altstädte von Como und Lecco haben ZTL-Zonen mit Kameraüberwachung, Parken in den kleinen Orten ist im Sommer schwierig und teuer.

Die drei Arme und ihre Orte

Como-Arm im Südwesten: Como ist die größte Stadt mit Dom, Seepromenade und Seilbahn nach Brunate. Am Westufer folgen Cernobbio und Tremezzo mit den berühmten Villengärten, gegenüber liegt Torno. Das ist der Teil mit den meisten Hotels und Prominenten.

Mitte: Bellagio sitzt auf der Landzunge, die die beiden Südarme trennt, mit Treppengassen und Blick in alle Richtungen. Gegenüber am Ostufer liegt Varenna mit Bahnhof und Burg, am Westufer Menaggio als Ausgangspunkt für Wanderungen. Das Dreieck ist der beliebteste Standort für Urlauber ohne Auto.

Lecco-Arm im Südosten: rauer, mit steilen Bergen und der Industriestadt Lecco. Weniger Tourismus, günstigere Preise, gute Bahnanbindung.

Colico-Arm im Norden: breiter, windiger, mit Stränden bei Domaso und Gera Lario, Campingplätzen und Wassersport. Hier mündet die Adda, die den See auch bei Lecco wieder verlässt. Bei Colico beginnen Veltlin und der Weg zum Splügenpass.

Sehenswertes abseits der Villen

Der Sacro Monte di Ossuccio am Westufer gehört seit 2003 zum UNESCO-Welterbe, ein Kapellenweg oberhalb von Ossuccio mit Blick auf die Insel Comacina, die einzige Insel im See. Die Berge über dem See sind Wandergebiet, der Sentiero del Viandante folgt dem Ostufer von Lecco nach Colico in mehreren Etappen. Von Como fährt eine Standseilbahn nach Brunate, von dort siehst du an klaren Tagen die Alpen und die Poebene.

Kosten und Regeln

Der Comer See gehört zu den teuren Regionen Italiens, besonders im Dreieck Bellagio–Varenna–Menaggio und in Cernobbio. Belastbare Durchschnittspreise für Unterkünfte gibt es nicht, günstiger ist es am Lecco-Arm, im Norden und in den Bergdörfern oberhalb des Sees. Die Gemeinden erheben eine Tourismusabgabe pro Person und Nacht, die Höhe legt jede Gemeinde fest. Die Europäische Krankenversicherungskarte wird anerkannt, der Notruf lautet 112. Das Auswärtige Amt weist auf Waldbrandgefahr im Sommer und auf Unwetter mit Erdrutschen hin, die am steilen Ufer Straßen sperren können.

Häufige Fragen

Wann ist die beste Reisezeit für den Comer See?

Mai, Juni und September. Juli und August sind heiß und voll, im Winter ist vieles geschlossen.

Wie komme ich ohne Auto an den Comer See?

Bahn nach Mailand, dann Regionalzug nach Como oder Varenna. Am See mit Linienschiff und Bus.

Welcher Ort ist der beste Standort?

Für Schiff und Sehenswürdigkeiten Bellagio, Varenna oder Menaggio. Für Bahnanschluss Varenna oder Como. Für Wassersport und Preise der Norden.

Ist der Comer See zum Baden geeignet?

Ja, mit Stränden vor allem im Norden bei Domaso und Gera Lario. Der See ist tief und bleibt kühler als der Gardasee.

Was kostet die Anreise über die Schweiz?

Die Schweizer Jahresvignette für die Autobahn, dazu die italienische Streckenmaut ab Chiasso. Über den Brenner fallen stattdessen Vignette Österreich, Brennermaut und die längere A22 an.

Wie tief ist der Comer See?

Bis zu 425 Meter laut Wikipedia, damit einer der tiefsten Seen Europas.

Quellen

Das passt dazu

Drei Artikel, die dieselbe Frage von einer anderen Seite angehen:

Geschrieben von Robert Kienzle fuer aromohola.de. Oeffnungszeiten und Preise werden vor Veroeffentlichung geprueft.


Nach oben scrollen