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Urlaub an der Mosel: Reisezeit, Anreise, Moselsteig und Weinorte

Aktualisiert am 29.09.2026 · Lesezeit 5 Min.

Kurzantwort: Urlaub an der Mosel heißt Wein, Wandern, Radfahren und Burgen auf 231 deutschen Flusskilometern zwischen Perl und Koblenz. Die beste Reisezeit ist Mai bis Oktober, die Weinlese und die Weinfeste fallen in den September und Oktober. Die Anreise klappt mit der Bahn über Koblenz und Trier, die Moselstrecke hält in Cochem und Bullay. Der Moselsteig führt in 24 Etappen über 365 Kilometer, der Mosel-Radweg läuft 311 Kilometer von Metz bis Koblenz.

Die Mosel entspringt am Col de Bussang in den Vogesen auf rund 700 Metern Höhe und mündet nach 544 Kilometern am Deutschen Eck in Koblenz in den Rhein. 313 Kilometer liegen in Frankreich, ein kurzes Stück bildet die Grenze zu Luxemburg, 231 Kilometer fließen durch Deutschland. Auf diesem letzten Abschnitt windet sich der Fluss in engen Schleifen durch ein Tal aus Schiefer, an dessen Hängen seit der Römerzeit Wein wächst.

Dieser Text fasst zusammen, was du für die Planung brauchst: Reisezeit, Anreise, die Abschnitte des Tals, Wander- und Radwege, Burgen und die Frage, wo du dich einquartierst. Quellen sind die Wikipedia und das offizielle Tourismusportal der Region, Stand 10.09.2026.

Beste Reisezeit

Die Saison beginnt im April mit der Blüte in den Weinbergen und endet Anfang November nach der Lese. Mai, Juni und September sind die angenehmsten Wandermonate. Juli und August bringen Hitze im engen Tal und volle Radwege. Die Weinlese läuft je nach Jahrgang von Mitte September bis Ende Oktober, dann finden in fast jedem Ort Weinfeste statt. Im Winter schließen viele Betriebe, Ausnahmen sind Trier, Cochem und Bernkastel-Kues mit ihren Weihnachtsmärkten.

Anreise mit Bahn und Auto

Die Moselstrecke der Bahn verbindet Koblenz und Trier und hält unter anderem in Cochem und Bullay, von dort fahren Busse in die Weinorte. Trier ist außerdem von Saarbrücken und Luxemburg aus erreichbar. Koblenz liegt an der Rheinschiene mit Fernverkehr aus dem ganzen Bundesgebiet. Mit dem Auto führen die A61 und die A48 nach Koblenz beziehungsweise ins Moseltal, die A1 und die A64 nach Trier. Die Uferstraßen sind eng, in den Weinorten ist Parken im Sommer knapp.

Wer ohne Auto reist, kombiniert Bahn, Bus, Fahrrad und Schiff. Ausflugsschiffe fahren in der Saison zwischen den Orten, das Fahrrad nimmst du in Regionalzügen mit.

Die Abschnitte des Tals

Obermosel von Perl bis Trier: Grenzfluss zu Luxemburg, Muschelkalk statt Schiefer, Elbling-Wein, ruhig und wenig touristisch.

Trier: gilt als älteste Stadt Deutschlands, mit der Porta Nigra und weiteren römischen Bauten, die zum UNESCO-Welterbe gehören. Guter Startpunkt für Bahnreisende.

Mittelmosel von Trier bis Zell: das Herz der Region mit Bernkastel-Kues, Traben-Trarbach, Kröv und Zell. Hier stehen die berühmten Riesling-Steillagen, rund um Trier liegt der Riesling-Anteil bei über 80 Prozent. Die Moselschleifen bei Kröv und Bremm sind die Postkartenmotive.

Untermosel oder Terrassenmosel von Zell bis Koblenz: das engste Stück mit Cochem, der Reichsburg und dem Calmont bei Bremm, laut Wikipedia der steilste Weinberg Europas. Von Moselkern führt ein Wanderweg zur Burg Eltz, einer der wenigen nie zerstörten Burgen des Landes.

Wandern: Moselsteig und Seitensprünge

Der Moselsteig wurde am 12. April 2014 eröffnet und führt in 24 Etappen über 365 Kilometer von Perl bis Koblenz, immer am Hang entlang mit Blick auf den Fluss. Er trägt das Siegel „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ und wurde als „Leading Quality Trail – Best of Europe“ ausgezeichnet. Der höchste Punkt ist der Mehringer Berg mit 416 Metern, der tiefste das Deutsche Eck mit 60 Metern.

Wer keine Fernwanderung plant, nimmt einen der 22 Moselsteig-Seitensprünge, Rundwege von 4 bis 20 Kilometern, oder die Traumpfade in den Seitentälern. Der Calmont-Klettersteig zwischen Bremm und Ediger-Eller führt mit Leitern und Seilen durch den Steilhang und verlangt Trittsicherheit und feste Schuhe. Länger und höher ist der Moselhöhenweg mit 447 Kilometern auf beiden Talseiten.

Radfahren und Schifffahrt

Der Mosel-Radweg begleitet den Fluss über 311 Kilometer von Metz bis Koblenz, in Deutschland fast durchgehend flach und asphaltiert. Die Etappe Trier–Koblenz ist die beliebteste, für sie planst du vier bis fünf Tage mit Zeit für Weinproben. Die Mosel ist auf 394 Kilometern schiffbar und mit 28 Staustufen ausgebaut, zehn davon in Deutschland. An den Schleusen kannst du Frachtschiffen beim Passieren zusehen, Ausflugsschiffe fahren durch dieselben Kammern.

Für Radfahrer mit Kindern ist die Mosel eine der einfachsten Flussrouten Deutschlands: kaum Steigungen, viele Fähren und Brücken für den Seitenwechsel, Bahnhöfe an der Strecke für den Abbruch bei Regen. Ein Ruhetag in Bernkastel-Kues oder Cochem passt gut in die Mitte der Tour.

Wein und Unterkunft

Das Anbaugebiet Mosel umfasst in Deutschland rund 9.000 Hektar, dazu kommen rund 1.300 Hektar in Luxemburg. Viele Winzer vermieten Zimmer oder Ferienwohnungen und bieten Proben im eigenen Keller an. Das ist die typische Unterkunft an der Mosel, neben Hotels in Cochem, Bernkastel-Kues und Trier. In den Weinorten wird meist eine Kurtaxe erhoben, die Höhe legt jede Gemeinde selbst fest. Für die Weinfestwochen im September und Oktober buchst du Monate im Voraus.

Häufige Fragen

Wann ist die beste Reisezeit für die Mosel?

Mai, Juni und September zum Wandern und Radfahren, September und Oktober für Weinlese und Weinfeste.

Wie lang ist der Moselsteig?

365 Kilometer in 24 Etappen von Perl bis Koblenz.

Kann ich Urlaub an der Mosel ohne Auto machen?

Ja. Bahn nach Koblenz oder Trier, Moselstrecke bis Cochem oder Bullay, dann Bus, Rad oder Schiff.

Wo ist die Mosel am schönsten?

Die Schleifen bei Kröv und Bremm und die Terrassenmosel um Cochem gelten als die bekanntesten Abschnitte. Ruhiger ist die Obermosel.

Wie lange dauert der Mosel-Radweg?

Trier bis Koblenz sind rund 190 Kilometer, die meisten fahren sie in vier bis fünf Tagen.

Ist der Calmont-Klettersteig für Kinder geeignet?

Nur für trittsichere, ältere Kinder ohne Höhenangst. Es gibt Leitern, Seile und Absturzstellen.

Quellen

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Von Mats Feldmann, Redaktion aromohola.de. Empfehlungen entstehen ohne Gegenleistung von Anbietern.


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