Inhalt
Kurzantwort: Studiosus wurde 1954 in München von Werner Kubsch gegründet und bietet laut Wikipedia heute Studienreisen in mehr als 100 Länder an, darunter auch Städtereisen mit fester Reiseleitung. 2025 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 279,7 Millionen Euro mit 75.800 Reisegästen und beschäftigt rund 380 Mitarbeiter sowie 600 Reiseleiter.
Studiosus gehört zu den bekanntesten deutschen Anbietern für Studienreisen und hat sein Programm seit der Gründung 1954 stetig erweitert. Städtereisen mit kulturellem Schwerpunkt sind heute Teil eines breiten Angebots, das von Europa bis zu Fernzielen reicht.
Dieser Überblick zeigt, wie sich der Anbieter entwickelt hat und was eine Städtereise mit Studiosus laut öffentlich zugänglichen Angaben ausmacht.
Als mittelständisches Familienunternehmen unterscheidet sich Studiosus in Struktur und Selbstverständnis von vielen größeren Reisekonzernen, auch wenn es bei Umsatz und Gästezahlen inzwischen zu den größten Anbietern seiner Branche in Europa zählt.
Seit 1954 Studienreisen aus München
Werner Kubsch gründete Studiosus 1954 in München als „Reisedienst Studiosus“. Die erste Gruppenreise führte noch im Gründungsjahr über den Balkan nach Griechenland. Bis heute hat das Unternehmen seinen Sitz in der bayerischen Landeshauptstadt.

Vom Balkan zur Weltreise: die Entwicklung des Programms
Nach den ersten Griechenland-Reisen kamen in den folgenden Jahrzehnten weitere Ziele hinzu: Ägypten 1956, Osteuropa 1963, im selben Jahr Indien und 1967 die USA. Nach dem Tod des Gründers 1992 übernahm sein Sohn Peter-Mario Kubsch die Geschäftsführung und baute das Programm weiter aus. Aus der ursprünglichen Balkanreise wurde damit über mehrere Jahrzehnte ein Programm mit Reisezielen auf allen bewohnten Kontinenten, wobei Europa mit seinen historischen Städten bis heute einen Schwerpunkt des Angebots bildet.
1962 erschien mit einem eigenen DIN-A5-Katalog ein erster Schritt zur eigenständigen Vermarktung. 1979 kam mit der Studiosus Gruppenreisen GmbH eine eigene Sparte für maßgeschneiderte Gruppenreisen hinzu, ab 1980 ergänzten Sprachreisen das Programm um einen weiteren Baustein.
Was eine Studiosus-Städtereise ausmacht
Das Grundkonzept von Studiosus beruht auf Studienreisen mit Fokus auf Kulturvermittlung und persönliche Begegnungen vor Ort. Neben klassischen Rundreisen gehören auch Städtereisen, Wander-Studienreisen und Familienreisen zum Portfolio, jeweils begleitet von einer festen Reiseleitung, die laut Unternehmensangaben rund 600 Personen umfasst.
Das eigene Programm für Städtereisen trägt den Namen Studiosus CityLights und bündelt kulturell ausgerichtete Kurzreisen in europäische und außereuropäische Metropolen. Bei der 2014 eingeführten Programmlinie smart & small, die sich gezielt an Berufstätige mit begrenztem Urlaubskontingent richtet, liegt die Gruppengröße bei maximal 15 Gästen – ein Hinweis darauf, wie kleinteilig einzelne Formate innerhalb des Gesamtprogramms organisiert sind.
Nachhaltigkeit als Teil des Konzepts
Bereits 1998 ließ sich Studiosus als einer der ersten Reiseveranstalter im Umweltmanagement zertifizieren. Seit 2012 kompensiert das Unternehmen CO2-Emissionen einzelner Reisen, seit 2021 werden alle Flüge und Hotelübernachtungen der Unternehmensgruppe kompensiert.
Ergänzt wird das Engagement durch die 2005 gegründete Studiosus Foundation sowie eine Kooperation mit der Kinderschutzorganisation ECPAT gegen die Ausbeutung von Kindern im Tourismus, die das Unternehmen bereits im Jahr 2000 einging.
Zahlen und Größe des Unternehmens
2025 erzielte die Studiosus-Unternehmensgruppe einen Umsatz von 279,7 Millionen Euro mit 75.800 Reisegästen. Rund 380 Mitarbeiter arbeiten am Sitz in München, unterstützt von etwa 600 Reiseleitern weltweit – Zahlen, die Studiosus laut Wikipedia zum europaweit führenden Anbieter für Studienreisen machen. Diese Größenordnung erlaubt es dem Unternehmen, eigene Qualitätsstandards für Hotels, Verkehrsmittel und Ausflüge über viele Zielgebiete hinweg konsequent durchzusetzen, statt bei jeder Reise neu auf lokale Partner angewiesen zu sein.
Vertrieben werden die Reisen über rund 5.500 Reisebüros in Deutschland, Österreich und der Schweiz, sodass die Buchung in der Regel nicht direkt beim Veranstalter, sondern über den stationären Reisevertrieb erfolgt. Bereits 1984 zählte Studiosus mit 26.220 Gästen zu den größten Anbietern der Branche in Deutschland, ein Vorsprung, den das Unternehmen seither ausgebaut hat.
Für wen sich das Konzept eignet
Studiosus-Reisen richten sich an Reisende, die während einer Städtereise Wert auf historische und kulturelle Einordnung durch eine feste Reiseleitung legen, statt die Sehenswürdigkeiten auf eigene Faust zu erschließen. Die feste Gruppenstruktur eignet sich zudem für alleinreisende Gäste, die unterwegs Anschluss suchen. Wer dagegen lieber ohne festen Zeitplan und ohne Gruppe durch eine Stadt zieht, findet in einer individuell geplanten Reise das passendere Konzept.
Für alleinreisende Gäste bietet die Programmlinie me & more eigens zusammengestellte Reisen an, bei denen die Gruppe von vornherein ausschließlich aus Singles und Alleinreisenden besteht, statt Einzelpersonen einer gemischten Reisegruppe zuzuteilen.
Das Portfolio neben klassischen Städtereisen
Neben Städtereisen umfasst das Studiosus-Programm auch mehrwöchige Rundreisen, Familienreisen mit speziellen Betreuungsangeboten für Kinder sowie Kleingruppen- und Singlereisen für Alleinreisende, die gezielt in kleineren Gruppen unterwegs sein möchten. Diese Bandbreite erlaubt es Stammgästen, je nach Lebensphase und Reisewunsch innerhalb desselben Anbieters zwischen unterschiedlichen Reiseformen zu wechseln.
Über die Tochtergesellschaft Marco Polo, die seit 2002 vollständig zu Studiosus gehört, kommen zudem Fernstudienreisen sowie das Programm Young Line Travel für Reisende zwischen 20 und 35 Jahren hinzu – eine Ergänzung um eine Zielgruppe, die im klassischen Studiosus-Programm eher unterrepräsentiert ist.
Völkerverständigung als erklärtes Unternehmensziel
Nach eigenen Angaben will Studiosus als unabhängiges Unternehmen dazu beitragen, andere Länder, Menschen und Kulturen kennenzulernen und zu verstehen, Toleranz zu fördern und Vorurteile abzubauen. Das Unternehmen beschreibt seine Aufgabe als Brückenbau im Sinne der Völkerverständigung über innere und äußere Grenzen hinweg – ein Anspruch, der sich auch in der Auswahl und Schulung der Reiseleitung widerspiegelt. Ergänzt wird dieser Anspruch durch das Unternehmensmotto „Intensiverleben“, das neben Qualität und Sicherheit auch nachhaltiges Engagement für Mensch und Umwelt als festen Bestandteil des Konzepts benennt.
Reiseleitung als Qualitätsmerkmal
Nach jeder Reise verfassen die Reiseleiter einen Bericht und bewerten die genutzten Verkehrsmittel und Unterkünfte, sodass das Unternehmen aus erster Hand über die Qualität der Leistungen vor Ort informiert ist. Etwa gleich viele deutsche und lokale Reiseleiter sind für Studiosus im Einsatz, was landeskundiges Wissen mit vertrauter Ansprache für deutschsprachige Reisegruppen verbindet. Nach eigenen Angaben investiert das Unternehmen gezielt in Auswahl, Ausbildung und laufende Weiterbildung der Reiseleitung, statt sich allein auf deren vorhandene Qualifikation bei der Einstellung zu verlassen.
Quellen
Geschrieben von Isabel, Redaktion aromohola.de — sie schreibt hier über Reiseziele, Reisezeiten und Unterwegssein.








