Inhalt
Stand: September 2026 · Lesezeit: 5 Minuten
Die beliebtesten Aktivitäten auf Rügen sind ein Besuch der Kreidefelsen am Königsstuhl, eine Fahrt mit der Dampfbahn Rasender Roland, der Ausflug zum Kap Arkona und ein Spaziergang über die Seebrücken von Binz oder Sellin. Dazu kommen Tagesausflüge nach Hiddensee, Radtouren entlang der Küste und entspannte Strandtage. Deutschlands größte Insel bietet laut Tourismusverband 56 Kilometer Sandstrand und 85 Kilometer Steilküste.
Das Wichtigste in Kürze
- Kein Ort auf Rügen liegt weiter als sieben Kilometer vom Meer entfernt
- Nationalpark-Zentrum Königsstuhl: Erwachsene 14 Euro, Kinder 8 Euro
- Rasender Roland fährt seit 1895 mit höchstens 30 km/h
- Hiddensee ist autofrei und per Fähre erreichbar
Rügen Aktivitäten im Überblick
| Aktivität | Ort | Ideal für |
|---|---|---|
| Kreidefelsen und Skywalk | Königsstuhl bei Sassnitz | Natur, Familien |
| Leuchttürme und Steilküste | Kap Arkona | Wandern, Fotografie |
| Dampfbahnfahrt | Putbus bis Göhren | Familien, Nostalgiker |
| Seebrücken und Bäderarchitektur | Binz, Sellin, Göhren | Spaziergänge, Abendstimmung |
| Tagesausflug auf die Nachbarinsel | Hiddensee | Radfahren, Ruhe |
| Strandtag | Ostküste, Schaabe, Mönchgut | Baden, Kinder |
Kreidefelsen und Nationalpark Jasmund
Die weißen Kreidefelsen sind das Wahrzeichen der Insel. Sie liegen im Nationalpark Jasmund, dem kleinsten Nationalpark Deutschlands. Seine alten Buchenwälder gehören zum UNESCO-Weltnaturerbe. Am Königsstuhl steht das Nationalpark-Zentrum mit Ausstellung, Kino und einem Skywalk. Von dieser Plattform schweben Besucher förmlich über der Kliffkante.
Das Zentrum öffnet täglich, derzeit von 9 bis 18 Uhr. Der Eintritt kostet 14 Euro für Erwachsene, 8 Euro für Kinder von 6 bis 14 Jahren und 30 Euro für Familien. Kinder unter 6 Jahren sind frei. Wer die Felsen von unten sehen will, wandert über den Hochuferweg von Sassnitz aus oder bucht eine Schiffsrundfahrt entlang der Küste.
Kurzantwort: Wer nur einen Tag auf Rügen hat, besucht den Königsstuhl im Nationalpark Jasmund. Kreidefelsen, Buchenwald und Skywalk liegen dort dicht beieinander.
Kap Arkona und das Fischerdorf Vitt
Ganz im Norden, auf der Halbinsel Wittow, liegt Kap Arkona. Zwei Leuchttürme und ein alter Peilturm stehen hier über der Steilküste. Reste einer slawischen Burganlage erzählen von der frühen Geschichte der Insel. Ein Fußweg führt hinunter zum kleinen Fischerdorf Vitt mit reetgedeckten Häusern. Autos bleiben auf dem Parkplatz in Putgarten. Von dort geht es zu Fuß, per Rad oder mit einer kleinen Bahn weiter.
Mit dem Rasenden Roland durch den Südosten
Die Rügensche Bäderbahn heißt im Volksmund Rasender Roland. Sie fährt seit 1895 auf schmaler Spur von 750 Millimetern. Die Strecke führt täglich von Putbus über Binz, Sellin und Baabe nach Göhren. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei gemütlichen 30 Kilometern pro Stunde. An rund 180 Tagen im Jahr fährt die Bahn zusätzlich ab Lauterbach Mole. Eine Fahrt lässt sich gut mit einem Bummel durch die weiße Residenzstadt Putbus verbinden.
Seebäder, Seebrücken und Strände
Binz, Sellin, Baabe und Göhren prägen die Ostküste. Weiße Villen mit Balkonen und Türmchen zeigen die typische Bäderarchitektur. Die Seebrücke von Sellin mit ihrem Brückenhaus gehört zu den beliebtesten Fotomotiven der Insel. Unter ihr hängt eine Tauchgondel, die Besucher unter die Wasseroberfläche bringt. Lange, flache Sandstrände machen die Ostküste ideal für Familien. Hundehalter finden eigene Abschnitte, mehr dazu im Beitrag Hundestrand an der Ostsee.
Tagesausflug nach Hiddensee
Die schmale Nachbarinsel Hiddensee ist autofrei. Fähren legen unter anderem in Schaprode an der Westküste von Rügen ab. Auf Hiddensee geht es mit dem Rad, zu Fuß oder mit der Pferdekutsche weiter. Beliebt sind der Leuchtturm Dornbusch im Norden und die Heidelandschaft im Süden. Wer früh startet, schafft die Insel gut an einem Tag.
Radfahren und Wandern
Rügen ist flacher als viele erwarten. Die meisten Wege verlaufen durch Felder, Alleen und Küstenwälder. Gute Touren sind:
- Hochuferweg: von Sassnitz zum Königsstuhl durch den Buchenwald, mit Blicken auf die Kreideküste
- Mönchgut: hügelige Halbinsel im Südosten mit Boddenblick und kleinen Dörfern
- Schaabe: schmale Nehrung zwischen Jasmund und Wittow mit langem Sandstrand
- Granitz: Waldgebiet zwischen Binz und Sellin mit dem Jagdschloss auf dem Tempelberg
Kurzantwort: Für Radfahrer eignen sich Mönchgut, die Schaabe und Wittow. Wanderer wählen den Hochuferweg zwischen Sassnitz und Königsstuhl.
Aktivitäten auf Rügen bei Regen
Auch bei grauem Himmel bleibt genug zu tun. Das Nationalpark-Zentrum Königsstuhl hat einen großen Innenbereich. In Prora dokumentiert ein Zentrum die Geschichte des riesigen Baus aus der NS-Zeit. Das Jagdschloss Granitz zeigt Räume und eine Aussicht vom Turm. Viele Seebäder bieten Schwimmbäder und Wellness. Stralsund mit Altstadt und Museen liegt direkt vor der Rügenbrücke und eignet sich für einen Halbtagesausflug.
Praktische Tipps für den Urlaub
- Anreise: Rügendamm und Rügenbrücke verbinden die Insel mit Stralsund.
- Reisezeit: Mai, Juni und September sind ruhiger als die Sommerferien.
- Parken: Am Königsstuhl und am Kap Arkona sind Parkplätze kostenpflichtig und im Sommer früh voll.
- Unterkunft: Hotels an der Ostsee zeigt der Beitrag Urlaub an der Ostsee im Hotel.
Fazit
Rügen bietet für jeden Geschmack passende Aktivitäten. Die Kreidefelsen am Königsstuhl und das Kap Arkona sind die großen Klassiker. Der Rasende Roland, die Seebäder im Südosten und ein Tag auf Hiddensee runden den Urlaub ab. Wer im Frühsommer oder Herbst reist, erlebt die Insel entspannter.
FAQ – Häufige Fragen
Was muss man auf Rügen gesehen haben?
Die Kreidefelsen am Königsstuhl, das Kap Arkona, die Seebrücke Sellin und eine Fahrt mit dem Rasenden Roland.
Was kostet der Eintritt am Königsstuhl?
Im Nationalpark-Zentrum 14 Euro für Erwachsene, 8 Euro für Kinder von 6 bis 14 Jahren und 30 Euro für Familien.
Wo fährt der Rasende Roland?
Von Putbus über Binz, Sellin und Baabe nach Göhren. Zeitweise startet er auch in Lauterbach Mole.
Wie kommt man nach Hiddensee?
Mit der Fähre, zum Beispiel ab Schaprode. Auf der Insel selbst fahren keine privaten Autos.
Was kann man auf Rügen bei Regen machen?
Das Nationalpark-Zentrum Königsstuhl, das Dokumentationszentrum Prora, das Jagdschloss Granitz oder ein Ausflug nach Stralsund.
Welche Strände sind auf Rügen die schönsten?
Die flachen Sandstrände der Ostküste bei Binz, Sellin und Göhren sowie die lange Schaabe im Norden.
Ist Rügen gut zum Radfahren?
Ja. Die Insel ist überwiegend flach, nur Jasmund und Mönchgut sind hügeliger.
Wann ist die beste Reisezeit für Rügen?
Von Mai bis September. Mai, Juni und September sind meist ruhiger als der Hochsommer.
Wie viele Tage braucht man für Rügen?
Für die wichtigsten Ausflüge reichen fünf Tage. Der durchschnittliche Aufenthalt liegt laut Tourismusverband bei 4,8 Tagen.
Was können Kinder auf Rügen erleben?
Strandtage, die Dampfbahn, den Skywalk am Königsstuhl und die Tauchgondel an der Seebrücke Sellin.
Quellen

Isabel packt seit Jahren mit leichtem Gepäck und schreibt über Reiseziele, Strände und die beste Reisezeit. Ihre Lieblingsfrage: Wann lohnt sich ein Ort wirklich?






