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Kurz gesagt: Die Klassiker sind Marienplatz mit Rathaus und Glockenspiel, Frauenkirche, Viktualienmarkt, Englischer Garten, Schloss Nymphenburg und das Deutsche Museum. Die Altstadt lässt sich komplett zu Fuß erschließen – für Nymphenburg und Olympiapark braucht man die Bahn.
Fast alles Wichtige liegt in einem Radius von einem Kilometer um den Marienplatz.
Die Altstadt
Marienplatz. Das Zentrum, mit dem Neuen Rathaus und seinem Glockenspiel. Es spielt täglich zu festen Zeiten am späten Vormittag und dauert etwa 15 Minuten.
Frauenkirche. Das Wahrzeichen mit den beiden Kuppeltürmen. Einer der Türme ist zugänglich und bietet den besten Blick über die Altstadt.
Viktualienmarkt. Seit über 200 Jahren Lebensmittelmarkt, mit Biergarten in der Mitte. Werktags geöffnet.
Hofbräuhaus. Touristisch, aber ein fester Punkt auf jeder Liste.
Residenz. Das ehemalige Stadtschloss der Wittelsbacher – eines der größten Museumsschlösser Europas, oft unterschätzt.
Asamkirche. Klein, spätbarock und im Inneren überwältigend.
Der Englische Garten
Größer als der Central Park in New York. Zu sehen sind der Chinesische Turm mit Biergarten, der Monopteros mit Blick über die Stadt und der Eisbach.
Am Eisbach surfen Menschen ganzjährig auf einer stehenden Welle direkt am Haus der Kunst – eines der ungewöhnlichsten Stadtbilder Deutschlands.
Außerhalb der Altstadt
Schloss Nymphenburg. Sommerresidenz mit weitläufigem Park, mit der Tram erreichbar.
Olympiapark. Gelände der Spiele von 1972, mit begehbarem Zeltdach und Aussichtsturm.
Deutsches Museum. Eines der größten Technikmuseen der Welt – für einen Besuch sollte man mehrere Stunden einplanen.
Pinakotheken. Drei Kunstmuseen nebeneinander, von Alte Meister bis Gegenwart. Sonntags gilt in vielen staatlichen Museen ein stark reduzierter Eintritt.
Die Umgebung
Mit dem Zug in ein bis zwei Stunden erreichbar: Schloss Neuschwanstein, der Starnberger See, der Chiemsee und Salzburg.
Für Tagesausflüge im Verkehrsverbund lohnt das Bayern-Ticket.
Praktisches
Der Nahverkehr aus U-Bahn, S-Bahn, Tram und Bus ist dicht. Für die Altstadt braucht man ihn kaum.
Das Oktoberfest im September und Oktober und die Weihnachtsmärkte im Dezember verändern Preise und Auslastung erheblich – wer das nicht sucht, meidet diese Wochen.
Die Museen
Die Pinakotheken bilden den Kern des Kunstareals: Die Alte Pinakothek zeigt Werke vom Mittelalter bis zum achtzehnten Jahrhundert, die Neue das neunzehnte, die Pinakothek der Moderne Kunst, Design und Architektur des zwanzigsten und einundzwanzigsten. Alle drei liegen in Gehweite zueinander. Am Sonntag kostet der Eintritt in staatliche Museen häufig nur einen symbolischen Betrag.
Das Deutsche Museum auf der Isarinsel ist eines der größten Technikmuseen der Welt und braucht mindestens einen halben Tag. Teile des Hauses werden seit Jahren saniert, weshalb einzelne Abteilungen geschlossen sein können. Ein Blick auf die Website vor dem Besuch lohnt.
Kleinere Häuser wie das Lenbachhaus mit der Sammlung des Blauen Reiter, die Glyptothek und das Ägyptische Museum sind weniger überlaufen. Für sie genügen ein bis zwei Stunden. Sie lassen sich gut mit einem Spaziergang verbinden.
Oktoberfest und andere Feste
Das Oktoberfest findet auf der Theresienwiese statt, beginnt im September und dauert etwa sechzehn bis achtzehn Tage. In dieser Zeit sind Unterkünfte in der Stadt deutlich teurer und früh ausgebucht. Wer die Stadt in Ruhe sehen will, meidet diesen Zeitraum.
Der Zutritt zur Wiesn ist kostenlos, bezahlt wird für Speisen, Getränke und Fahrgeschäfte. Für Zelte am Abend und am Wochenende sind Reservierungen praktisch Voraussetzung. Vormittags und werktags kommt man auch ohne hinein.
Weniger bekannt, aber lohnend sind das Frühlingsfest im April, die Auer Dulten und der Tollwood-Sommer im Olympiapark. Sie sind kleiner und entspannter. Auch der Christkindlmarkt am Marienplatz gehört dazu.
Wie man sich fortbewegt
Der Verkehrsverbund umfasst U-Bahn, S-Bahn, Tram und Bus mit einem gemeinsamen Tarif, der nach Zonen gestaffelt ist. Für Besucher lohnen Tageskarten oder Gruppentageskarten, die ab zwei Personen deutlich günstiger sind als Einzelfahrten. Die Innenraumzone deckt fast alle Ziele ab.
Vom Flughafen fahren S1 und S8 in etwa vierzig Minuten in die Innenstadt, wobei ein Ticket für die Gesamtzone nötig ist. Der Lufthansa-Bus ist schneller, aber teurer. Ein Taxi kostet ein Vielfaches.
Innerhalb der Innenstadt ist vieles zu Fuß erreichbar, weil Marienplatz, Viktualienmarkt, Residenz und Hofgarten dicht beieinander liegen. Fahrräder und Leihräder sind verbreitet und gut nutzbar. Autofahren lohnt in der Innenstadt nicht.
Essen und Biergärten
Typisch sind Weißwurst mit süßem Senf und Brezn, traditionell vor zwölf Uhr gegessen, dazu Obatzda, Schweinsbraten und Leberkäse. Der Viktualienmarkt bietet Stände mit warmen Speisen und einen eigenen Biergarten. Die Preise dort liegen über dem Stadtdurchschnitt.
In bayerischen Biergärten darf mitgebrachtes Essen verzehrt werden, sofern man Getränke vor Ort kauft — ein verbrieftes Recht, das in der Biergartenverordnung geregelt ist. Diese Regel gilt nur für die Bereiche mit Selbstbedienung. Im bedienten Bereich gilt sie nicht.
Bekannte Biergärten sind der Chinesische Turm im Englischen Garten, der Augustiner-Keller und der Hirschgarten mit mehreren tausend Plätzen. Sie öffnen bei gutem Wetter ab dem Frühjahr. Im Winter bleiben sie geschlossen.
München mit Kindern
Der Tierpark Hellabrunn ist als Geozoo angelegt, in dem Tiere nach Kontinenten gruppiert sind, und braucht mit Kindern gut einen halben Tag. Direkt daneben liegt die Isar mit Kiesbänken zum Spielen. Beides lässt sich gut verbinden.
Das Deutsche Museum hat ein eigenes Kinderreich für Kinder bis etwa acht Jahre, in dem angefasst und ausprobiert werden darf. Der Andrang ist an Wochenenden hoch. Wochentags am Vormittag ist es deutlich ruhiger.
Im Olympiapark lohnen der Aufstieg auf den Olympiaberg mit Blick über die Stadt und im Sommer das Olympia-Schwimmbad. Der Eintritt in den Park selbst ist frei. Für Turm und Bäder wird gezahlt.
Häufige Fragen
Wie viele Tage braucht man?
Zwei bis drei Tage für die wichtigsten Ziele.
Wann spielt das Glockenspiel?
Täglich zu festen Zeiten am Vormittag, in der Sommersaison zusätzlich am Nachmittag.
Lohnt sich eine City-Karte?
Wenn man viel Nahverkehr nutzt und mehrere kostenpflichtige Ziele besucht.
Was kostet der Eintritt in die Museen?
In vielen staatlichen Museen gilt sonntags ein stark reduzierter Eintritt.
Wann sind Museen günstiger?
Sonntags kosten staatliche Häuser oft nur einen symbolischen Betrag.
Wann ist das Oktoberfest?
Es beginnt im September und dauert gut zwei Wochen.
Darf man Essen in den Biergarten mitbringen?
In Selbstbedienungsbereichen ja.
Wie kommt man vom Flughafen?
Mit S1 oder S8 in etwa vierzig Minuten.
Was lohnt mit Kindern?
Hellabrunn, das Kinderreich im Deutschen Museum und der Olympiapark.
Quellen
Geschrieben von Isabel, Redaktion aromohola.de — sie schreibt hier über Reiseziele, Reisezeiten und Unterwegssein.






