Sehenswürdigkeiten London: Klassiker, Museen und Tipps

Kurz gesagt: Zu den wichtigsten Zielen gehören Tower of London, Westminster Abbey, British Museum, Tower Bridge und der Buckingham Palace. Der große Vorteil: Die staatlichen Museen sind kostenlos – darunter British Museum, National Gallery, Tate Modern und das Natural History Museum.

Wer nach Vierteln plant statt nach Sehenswürdigkeiten, spart Stunden in der U-Bahn.

Die Klassiker

Tower of London. Normannische Festung, Königshaus, Gefängnis – und Aufbewahrungsort der Kronjuwelen. Eintritt kostenpflichtig, morgens am leersten.

Westminster Abbey. Krönungskirche seit 1066, Grabstätte zahlreicher Könige und Persönlichkeiten.

Houses of Parliament und Big Ben. Big Ben ist genau genommen die Glocke, nicht der Turm – der heißt Elizabeth Tower.

Buckingham Palace. Die Wachablösung findet an bestimmten Tagen statt; der Termin steht auf der offiziellen Seite. Die Staatsgemächer sind nur im Sommer zugänglich.

Tower Bridge. Der begehbare Glasboden im oberen Steg ist kostenpflichtig, der Blick von der Brücke selbst kostenlos.

Die kostenlosen Museen

British Museum. Rosetta-Stein, ägyptische Sammlung, Parthenon-Skulpturen.

National Gallery. Europäische Malerei am Trafalgar Square.

Tate Modern. Moderne Kunst im ehemaligen Kraftwerk an der Themse.

Natural History Museum und das benachbarte Science Museum – besonders mit Kindern.

Victoria and Albert Museum. Design und Kunsthandwerk.

Der Eintritt ist frei; Sonderausstellungen kosten. Eine Spende wird erbeten.

Nach Vierteln planen

Westminster. Abbey, Parlament, Downing Street, St James’s Park, Buckingham Palace – alles zu Fuß.

South Bank. Tate Modern, Shakespeare’s Globe, London Eye, Borough Market – ein Uferspaziergang.

City. Tower, Tower Bridge, St Paul’s Cathedral.

South Kensington. Die drei großen Museen nebeneinander.

Camden und Notting Hill. Märkte, Straßenleben, weniger Sehenswürdigkeiten im engeren Sinn.

Praktisches

Bezahlt wird im Nahverkehr kontaktlos mit Karte oder Handy – eine Oyster Card ist dafür nicht mehr nötig. Es gilt eine tägliche Höchstgrenze.

Für Buckingham Palace, Tower und viele Ausstellungen lohnt die Vorabbuchung online, oft auch günstiger.

Seit dem Brexit brauchen deutsche Staatsangehörige einen Reisepass; der Personalausweis genügt nicht. Zusätzlich ist eine elektronische Einreisegenehmigung erforderlich – den aktuellen Stand nennt das Auswärtige Amt.

Wie man sich fortbewegt

Die Tube ist das schnellste Verkehrsmittel, ergänzt durch Busse, Overground und die Elizabeth Line. Bezahlt wird kontaktlos mit Karte oder Handy; eine gesonderte Oyster Card ist für Besucher nicht mehr nötig. Wichtig ist, bei Ein- und Ausstieg dieselbe Karte zu verwenden.

Die Preise richten sich nach Zonen und Tageszeit, wobei ein täglicher und wöchentlicher Höchstbetrag automatisch greift. Wer viel fährt, zahlt dadurch nie mehr als die Tageskarte gekostet hätte. Dieses Kappen der Kosten geschieht ohne Zutun.

Busse sind langsamer, dafür günstiger und oberirdisch, was für die Orientierung hilft. Die Linie 11 und die Linie 15 gelten als preiswerte Alternative zu Sightseeing-Bussen. Bezahlt wird auch dort kontaktlos.

Tickets und Warteschlangen

Für Tower of London, London Eye, Westminster Abbey und St Paul’s lohnt die Vorabbuchung mit Zeitfenster, weil die Warteschlangen sonst erheblich sind. Online sind die Tickets meist günstiger als vor Ort. Kombitickets rechnen sich nur bei entsprechender Nutzung.

Die großen staatlichen Museen sind kostenlos: British Museum, National Gallery, Tate Modern, Natural History Museum, Victoria and Albert Museum und Science Museum. Für Sonderausstellungen wird Eintritt verlangt. Eine Spende am Eingang ist erbeten, aber freiwillig.

Die Wachablösung am Buckingham Palace findet an bestimmten Tagen statt und fällt bei schlechtem Wetter aus. Der Zeitplan steht online. Wer gut sehen will, sollte deutlich vorher da sein.

Wo man wohnt

Zentrale Viertel wie Covent Garden und Soho sind teuer, dafür lässt sich vieles zu Fuß erreichen. Günstiger wird es in Zone zwei und drei, etwa in Islington, Camden, Greenwich oder Southwark, mit guter Bahnanbindung. Die Fahrzeit ins Zentrum liegt dann bei zwanzig bis dreißig Minuten.

Zimmer sind in London traditionell klein, auch in gehobenen Häusern. Ein Blick auf die Quadratmeterangabe lohnt. Frühstück ist selten enthalten und oft teuer.

Für längere Aufenthalte sind Apartments mit Küche eine Überlegung wert, weil Essengehen einen erheblichen Teil des Budgets ausmacht. Supermärkte sind vergleichsweise günstig. Auch Märkte wie Borough Market bieten günstige warme Gerichte.

Was viele übersehen

Neben den Klassikern lohnen kleinere Häuser wie das Sir John Soane’s Museum, das Wallace Collection und die Wellcome Collection, alle kostenlos und deutlich ruhiger. Sie liegen zentral und lassen sich gut einschieben. Für einen zweiten Besuch der Stadt sind sie ideal.

Grünflächen prägen London stärker, als es Stadtpläne vermuten lassen: Hyde Park, Regent’s Park, Hampstead Heath und Richmond Park mit frei lebenden Rothirschen. Der Blick vom Parliament Hill über die Skyline ist frei zugänglich. Ein halber Tag dort lohnt sich.

Greenwich verbindet Seefahrtsmuseum, Sternwarte und den Nullmeridian mit einem Ausflug auf der Themse. Die Fähre ist im Nahverkehrstarif enthalten oder separat buchbar. Die Fahrt selbst ist bereits ein Erlebnis.

Tagesausflüge ins Umland

Von London aus sind mehrere Ziele in ein bis zwei Bahnstunden erreichbar: Oxford und Cambridge mit ihren Colleges, Windsor Castle als bewohnte Residenz, Brighton am Meer und die prähistorische Anlage von Stonehenge über Salisbury. Für alle gilt: Tickets früh gebucht sind erheblich günstiger.

Bahntickets in Großbritannien werden nach Nachfrage bepreist, weshalb ein Kauf am Reisetag ein Vielfaches kosten kann. Advance-Tickets sind an einen bestimmten Zug gebunden. Wer flexibel bleiben will, zahlt entsprechend mehr.

Windsor lässt sich gut mit Eton verbinden, Oxford mit einer Bootsfahrt auf der Themse. Für Stonehenge sind Zeitfenstertickets erforderlich. Organisierte Tagestouren nehmen die Planung ab, kosten dafür mehr.

Häufige Fragen

Wie viele Tage braucht man?

Drei bis vier Tage für die wichtigsten Ziele.

Sind die Museen wirklich kostenlos?

Die Dauerausstellungen der staatlichen Museen ja.

Braucht man einen Reisepass?

Ja, seit dem Brexit reicht der Personalausweis nicht mehr.

Lohnt sich ein City Pass?

Nur, wenn man viele kostenpflichtige Ziele an wenigen Tagen kombiniert.

Wie bezahlt man im Nahverkehr?

Kontaktlos mit Karte oder Handy, Oyster ist nicht nötig.

Welche Museen sind kostenlos?

Alle großen staatlichen Häuser.

Wo wohnt man günstiger?

In Zone zwei und drei mit guter Bahnanbindung.

Welche Tagesausflüge lohnen sich?

Oxford, Cambridge, Windsor, Brighton und Stonehenge.

Quellen

Geschrieben von Isabel, Redaktion aromohola.de — sie schreibt hier über Reiseziele, Reisezeiten und Unterwegssein.


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