Schöne Weihnachtsstädte in Deutschland: 8 Ziele im Advent

Veröffentlicht am 30.09.2026 · Lesezeit 5 Min.

Stand: September 2026 · Lesezeit: 6 Minuten

Zu den schönsten Weihnachtsstädten in Deutschland zählen Dresden, Nürnberg, Frankfurt, Stuttgart, München und Rothenburg ob der Tauber. Jede Stadt hat einen eigenen Charakter, vom ältesten Markt bis zum stillen Fachwerkstädtchen. Dieser Überblick nennt Zahlen, Besonderheiten und Tipps für die Planung.

Kurzantwort: Die schönste Weihnachtsstadt hängt vom Reisetyp ab. Dresden bietet die längste Tradition, Nürnberg das bekannteste Christkindl und Rothenburg die romantischste Kulisse.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Dresdner Striezelmarkt reicht bis 1434 zurück.
  • Nürnberg, Frankfurt und Stuttgart locken jährlich Millionen Gäste an.
  • Rothenburg und Bautzen punkten mit historischer Altstadt.
  • Wochentage am Nachmittag sind deutlich ruhiger als Wochenenden.

Was macht eine Stadt zur schönen Weihnachtsstadt?

Ein Weihnachtsmarkt allein macht noch keine Weihnachtsstadt. Entscheidend ist das Gesamtbild. Eine historische Altstadt, ein großer Tannenbaum, Lichterketten und handwerkliche Stände sorgen für Stimmung. Dazu kommen regionale Spezialitäten und ein Programm mit Musik.

Viele Märkte heißen je nach Region anders. Wikipedia nennt Bezeichnungen wie Christkindlesmarkt, Christkindlmarkt, Adventsmarkt oder Wintermarkt. Der Name verrät oft schon die regionale Tradition.

Dresden: Striezelmarkt und Stollenfest

Der Dresdner Striezelmarkt geht auf ein Privileg vom 19. Oktober 1434 zurück. Damals war es zunächst ein eintägiger Fleischmarkt. Heute gilt er als ältester mit einer Urkunde bestätigter Weihnachtsmarkt Deutschlands.

Der 591. Markt fand 2025 vom 26. November bis 24. Dezember auf dem Altmarkt statt. Laut Wikipedia kamen 2,2 Millionen Menschen und 216 Händler waren dabei. Ein Höhepunkt ist das Stollenfest. Besucher erleben außerdem die große erzgebirgische Pyramide und viel Kunsthandwerk.

Für die Anreise bietet sich ein Städtetrip an. Passende Ideen liefert der Überblick zu Städtereisen im Dezember.

Nürnberg: Christkindlesmarkt und Nürnberger Christkind

Erste Nachweise des Nürnberger Christkindlesmarkts stammen aus dem Jahr 1628. Er findet auf dem Hauptmarkt statt und zählt über 180 Buden. Mit etwa zweieinhalb Millionen Besuchern gehört er zu den größten Märkten Deutschlands.

Eröffnet wird jeweils am Freitag vor dem ersten Advent. Der letzte Tag ist der 24. Dezember, sofern der Heilige Abend nicht auf einen Sonntag fällt. Zum Markt gehört ein Prolog des Christkinds von der Frauenkirche aus. Lebkuchen und Rostbratwürste gehören zum festen Programm.

Frankfurt, Stuttgart und München: die großen Stadtmärkte

Der Frankfurter Weihnachtsmarkt wurde erstmals 1393 urkundlich erwähnt. Er umfasst über 200 Stände zwischen Hauptwache und Mainkai. Der Römerberg bildet das Herz. Rund drei Millionen Gäste besuchen ihn laut Wikipedia.

Stuttgart zählt rund 280 Stände und etwa vier Millionen Besucher (Stand 2011). Er zieht sich über den Schloßplatz und mehrere historische Plätze. Ein Kinder-Märchenland und eine Schlittschuhbahn ergänzen das Angebot.

In München wurde 1310 erstmals ein Nikolausmarkt erwähnt. Vor dem Rathaus steht ein fast 30 Meter hoher Christbaum mit rund 2.500 Lichtern. Viele Familien kommen wegen der zahlreichen Stadtteilmärkte.

Rothenburg ob der Tauber und Bautzen: Fachwerk und Geschichte

Wer es ruhiger mag, findet in kleineren Städten mehr Atmosphäre. In Rothenburg ob der Tauber gibt es seit dem 15. Jahrhundert den Reiterlesmarkt. Rund 60 Stände stehen am Rathaus und am Grünen Markt. Kunsthandwerk, Gebäck und weißer Glühwein prägen das Angebot.

Bautzen erhielt 1384 von König Wenzel das Recht auf einen freien Fleischmarkt bis Weihnachten. Die Altstadt mit ihren Türmen bildet eine stimmungsvolle Kulisse. Dachau lockt mit Bayerns größtem Adventskalender an der Fassade des Alten Rathauses. Ingolstadt veranstaltet seinen Christkindlmarkt seit 1570.

Weihnachtsstädte im Vergleich

Stadt Erste Erwähnung Größe laut Wikipedia Besonderheit
Dresden 1434 216 Händler (2025) Stollenfest
Nürnberg 1628 über 180 Buden Christkind-Prolog
Frankfurt 1393 über 200 Stände Römerberg
Stuttgart keine Angabe rund 280 Stände Märchenland
München 1310 viele Stadtteilmärkte Christbaum am Rathaus
Rothenburg 15. Jahrhundert rund 60 Stände Weißer Glühwein

Kurzantwort: Für einen Wochenendtrip mit viel Programm eignen sich Nürnberg und Dresden. Ruhiger und romantischer wird es in Rothenburg oder Bautzen.

Tipps für den Besuch der schönsten Weihnachtsmärkte

Beliebte Märkte sind am Wochenende und am Abend sehr voll. Wer flexibel ist, kommt unter der Woche am Nachmittag. Dann bleibt Zeit für Fotos und Gespräche mit den Standbetreibern.

  • Früh buchen: Hotels in der Altstadt sind im Dezember schnell voll.
  • Mit der Bahn anreisen: Die Innenstädte sind meist gut erreichbar.
  • Warm anziehen: Schichten und feste Schuhe helfen bei Kälte.
  • Bargeld dabeihaben: Nicht jeder Stand nimmt Karte.
  • Pfand einplanen: Tassen kosten meist ein paar Euro Pfand.

Weitere Ziele für die kalte Jahreszeit stellt die Übersicht zu Urlaubszielen im Winter vor. Wer nach besonders reizvollen Kurztrips sucht, liest den Beitrag über schöne Städtereisen.

Weihnachtsstädte in Österreich und Europa

Auch im Nachbarland gibt es alte Traditionen. Laut Wikipedia erhielten die Wiener Händler 1296 von Herzog Albrecht I. das Privileg für einen Dezembermarkt. Die Wiener Märkte zählen bis heute zu den bekanntesten Europas.

Wer über die Feiertage länger verreisen will, findet Anregungen im Beitrag Urlaub an Weihnachten.

Fazit

Deutschland bietet für jeden Geschmack die passende Weihnachtsstadt. Dresden überzeugt mit der ältesten Urkunde, Nürnberg mit dem Christkind und Frankfurt mit dem Römerberg. Kleinere Städte wie Rothenburg oder Bautzen punkten mit Ruhe und Kulisse. Wer früh plant, erlebt die Adventszeit entspannter und findet leichter eine Unterkunft.

FAQ – Häufige Fragen

Welche ist die schönste Weihnachtsstadt in Deutschland?

Darüber entscheidet der Geschmack. Dresden gilt als ältester urkundlich belegter Markt, Nürnberg als bekanntester. Wer es ruhig mag, fährt nach Rothenburg ob der Tauber.

Wann beginnen die Weihnachtsmärkte?

Die meisten Märkte öffnen Ende November. In Nürnberg eröffnet der Christkindlesmarkt am Freitag vor dem ersten Advent. Geschlossen wird meist am 23. oder 24. Dezember.

Welcher Weihnachtsmarkt ist der älteste in Deutschland?

Der Dresdner Striezelmarkt gilt als ältester mit einer Urkunde bestätigter Weihnachtsmarkt Deutschlands. Sein Privileg stammt vom 19. Oktober 1434.

Wie viele Besucher kommen nach Dresden?

Im Jahr 2025 zählte der Striezelmarkt laut Wikipedia rund 2,2 Millionen Besucher. Im langjährigen Durchschnitt sind es etwa zwei Millionen.

Was kostet ein Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt?

In Dresden lagen die Preise 2024 zwischen 4 und 5 Euro pro Tasse. In Großstädten mit Pfandbecher können es zum Teil mehr sein.

Wann ist der beste Zeitpunkt für einen Besuch?

Unter der Woche ist es deutlich ruhiger als am Wochenende. Am Nachmittag unter der Woche bleiben die Gassen meist entspannt.

Welche Stadt eignet sich für einen Kurztrip mit Kindern?

Nürnberg und Dresden bieten Kinderprogramm, Karussells und Bühnenshows. Auch Dachau lockt mit dem großen Adventskalender am Alten Rathaus.

Gibt es Weihnachtsmärkte auch in Österreich?

Ja. Wien besitzt Markttradition seit 1296, als Herzog Albrecht I. den Händlern einen Dezembermarkt erlaubte. Auch Salzburg und Innsbruck locken zur Adventszeit.

Wie reist man am besten an?

Mit der Bahn erreichen Besucher fast alle großen Innenstädte ohne Parkplatzsuche. Autofahrer nutzen besser Park-and-ride-Angebote am Stadtrand.

Wie früh sollte man die Unterkunft buchen?

Für Wochenenden im Dezember empfehlen sich mehrere Wochen Vorlauf. In Nürnberg und Dresden sind Hotels rund um die Märkte schnell ausgebucht.

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Quellen

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