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Stand: September 2026 · Lesezeit: 5 Minuten
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Malchow sind die Altstadt auf der Insel im Malchower See, die Drehbrücke, das Kloster mit Klosterkirche und Orgelmuseum sowie der 55 Meter hohe Aussichtsturm. Dazu kommen das DDR-Alltagsmuseum, die Stadtwindmühle und ein Kunstmuseum. Alle Ziele liegen dicht beieinander und lassen sich an einem Tag zu Fuß erkunden.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Altstadt mit Rathaus liegt auf einer Insel im Malchower See.
- Die Drehbrücke öffnet zu jeder vollen Stunde für Schiffe.
- Das Kloster geht auf das Jahr 1298 zurück.
- Vom Kirchturm reicht der Blick in 55 Metern Höhe über die Seenplatte.
Malchow: die Inselstadt in der Mecklenburgischen Seenplatte
Malchow liegt zwischen dem Fleesensee und dem Malchower See im Herzen der Mecklenburgischen Seenplatte. Der Beiname Inselstadt hat einen klaren Grund. Ein Teil der Altstadt samt Rathaus steht auf einer Insel mitten im See. Ein Damm und eine Drehbrücke verbinden die Insel mit dem Festland. Durch die Stadt verläuft die Müritz-Elde-Wasserstraße, eine der beliebtesten Routen für Bootsurlauber in Deutschland.
Kurzantwort: Die Top-Sehenswürdigkeiten in Malchow sind Drehbrücke, Inselaltstadt, Kloster mit Orgelmuseum und Aussichtsturm sowie das DDR-Alltagsmuseum.
Die Drehbrücke: Wahrzeichen der Stadt
Die rund 15 Meter lange Drehbrücke ist das bekannteste Motiv von Malchow. Sie verbindet die Inselaltstadt mit der Neustadt. Zu jeder vollen Stunde schwenkt sie zur Seite und gibt den Weg für Boote auf der Müritz-Elde-Wasserstraße frei. Autos und Fußgänger warten dann einige Minuten. Das Schauspiel lockt jeden Sommer viele Zuschauer an. Wer es sehen möchte, sollte ein paar Minuten vor der vollen Stunde an der Brücke sein. Von der Brücke aus fällt der Blick über den See auf die Türme der Klosterkirche.
Kloster Malchow mit Klosterkirche
Das Kloster ist das kulturelle Zentrum der Stadt. Laut Tourist-Information entstand es vor 1274 in Neu Röbel. Am 29. Mai 1298 zogen die Nonnen an das Südufer des Malchower Sees. Nach der Reformation wurde das Kloster ab 1572 zu einem Damenstift für adelige Frauen. Dieses Stift bestand bis ins 20. Jahrhundert.
Die heutige Klosterkirche hat eine bewegte Geschichte. Ein erster Bau nach Plänen von Friedrich W. Buttel entstand 1849. Rund 40 Jahre später brannte er ab. Der neugotische Neubau war 1890 fertig. Seine Türme prägen bis heute die Silhouette der Stadt.
Orgelmuseum und Kunstmuseum
In der Klosterkirche befindet sich das Mecklenburgische Orgelmuseum. Es zeigt Orgeln und Orgelteile aus mehreren Jahrhunderten und erklärt, wie die Instrumente funktionieren. Ausstellungsstücke sind in der Kirche und im früheren Pfarrhaus zu sehen. Regelmäßig finden Konzerte statt.
Im Klosterensemble liegt außerdem das Kunstmuseum Kloster Malchow. Es sammelt vor allem Kunst aus der Region. Beide Museen lassen sich gut an einem Vormittag verbinden.
Aussichtsturm: Malchow von oben
Der Turm der Klosterkirche dient als Aussichtsturm. In 55 Metern Höhe öffnet sich ein Rundblick über Stadt, Seen und Wälder. Bei klarem Wetter reicht die Sicht weit über die Seenplatte. Der Aufstieg über Treppen ist etwas anstrengend, lohnt sich aber besonders am späten Nachmittag, wenn die Sonne über dem Wasser steht.
Kurzantwort: Den schönsten Blick über Malchow bietet der 55 Meter hohe Turm der Klosterkirche.
Inselaltstadt, Rathaus und Erddamm
Die Altstadt auf der Insel ist klein und gemütlich. Das Rathaus ist ein Fachwerkbau von 1825. Kopfsteinpflaster, kleine Cafés und Blicke auf das Wasser prägen den Rundgang. Zwischen 1844 und 1846 ließ Bürgermeister Friedrich Meyer einen Erddamm aufschütten. Er verbindet die Altstadt mit dem Klosterbereich. Vorher war die Insel nur über Brücken und Boote erreichbar.
DDR-Alltagsmuseum und Stadtwindmühle
Das DDR-Alltagsmuseum zeigt, wie Menschen in der DDR wohnten, einkauften und arbeiteten. Zu sehen sind eingerichtete Zimmer, Haushaltsgeräte, Spielzeug und Produkte aus der Kaufhalle. Viele Besucher erkennen Dinge aus ihrer Kindheit wieder. Für Familien und Schulklassen ist das Museum ein beliebtes Ziel.
Die Stadtwindmühle erinnert an die Zeit, als Malchow von Landwirtschaft und Tuchmacherei lebte. Sie ist ein beliebtes Fotomotiv.
Übersicht: Sehenswürdigkeiten in Malchow
| Ziel | Besonderheit | Zeitbedarf |
|---|---|---|
| Drehbrücke | öffnet zu jeder vollen Stunde | 15 Minuten |
| Kloster und Klosterkirche | Geschichte seit 1298 | 1 Stunde |
| Orgelmuseum | Orgeln aus mehreren Jahrhunderten | 1 Stunde |
| Aussichtsturm | 55 Meter hoch | 30 Minuten |
| Inselaltstadt | Fachwerkrathaus von 1825 | 1 Stunde |
| DDR-Alltagsmuseum | Alltag in der DDR | 1–2 Stunden |
Ausflüge rund um Malchow
Die Umgebung ist ideal für Wassersport. Auf Fleesensee und Malchower See lässt sich paddeln, segeln oder mit dem Ausflugsschiff fahren. An der Müritz-Elde-Wasserstraße gibt es einen Rastplatz für Wasserwanderer bei Kilometer 133. Für Familien bieten sich ein Affenwald und eine Sommerrodelbahn in der Nähe an. Geschichtsfreunde besuchen das Großsteingrab bei Sparow. Die Müritz, Deutschlands größter Binnensee innerhalb der Landesgrenzen, ist ebenfalls schnell erreicht. Ideen für einen längeren Aufenthalt stehen im Beitrag über Urlaub an der Müritz.
Tipps für den Besuch
Die Tourist-Information in der Kirchenstraße 11 hilft mit Karten und aktuellen Öffnungszeiten. Die Museen haben im Winter oft verkürzte Zeiten, deshalb lohnt ein Blick auf die offizielle Seite vor der Anreise. Parkplätze gibt es am Rand der Altstadt. Die beste Reisezeit ist von Mai bis September, wenn die Drehbrücke viel Bootsverkehr hat und die Cafés draußen servieren. Wer einen ruhigen Ort am Wasser sucht, findet weitere Ziele unter Geheimtipps für Urlaub am See in Deutschland.
Fazit
Malchow ist klein, aber reich an Sehenswürdigkeiten. Drehbrücke, Inselaltstadt, Kloster, Orgelmuseum und Aussichtsturm liegen nur wenige Gehminuten auseinander. Mit dem DDR-Alltagsmuseum und den Seen ringsum füllt die Stadt problemlos einen ganzen Urlaubstag.
FAQ – Häufige Fragen
Warum heißt Malchow Inselstadt?
Weil ein Teil der Altstadt mit dem Rathaus auf einer Insel im Malchower See liegt.
Wann öffnet die Drehbrücke in Malchow?
Zu jeder vollen Stunde für den Schiffsverkehr.
Wie hoch ist der Aussichtsturm in Malchow?
Der Turm der Klosterkirche ist 55 Meter hoch.
Wie alt ist das Kloster Malchow?
Die Nonnen zogen 1298 an den Malchower See. Gegründet wurde das Kloster vor 1274 in Neu Röbel.
Was zeigt das Orgelmuseum?
Orgeln und Orgelteile aus mehreren Jahrhunderten in der Klosterkirche und im früheren Pfarrhaus.
Gibt es ein DDR-Museum in Malchow?
Ja. Das DDR-Alltagsmuseum zeigt Wohnen und Leben in der DDR.
Wie viel Zeit sollte man einplanen?
Für die wichtigsten Ziele reicht ein Tag.
An welchen Seen liegt Malchow?
Am Malchower See und am Fleesensee.
Ist Malchow mit Kindern geeignet?
Ja. Drehbrücke, Affenwald und Sommerrodelbahn begeistern Kinder.
Wann ist die beste Reisezeit?
Von Mai bis September, wenn Boote fahren und die Cafés geöffnet sind.
Quellen
- Tourist-Information Malchow: Sehenswürdigkeiten
- Tourist-Information Malchow: Kloster Malchow
- Mecklenburgische Seenplatte: Malchow

Mats ist mit Hund unterwegs, vom Ostseestrand bis in die Dolomiten. Er schreibt darüber, was mit Vierbeiner wirklich klappt und was nur auf dem Papier gut klingt.
