Fehmarn Sehenswürdigkeiten: Die schönsten Ziele auf der Insel

Veröffentlicht am 30.09.2026 · Lesezeit 5 Min.

Stand: September 2026 · Lesezeit: 6 Minuten

Fehmarn bietet auf 185 Quadratkilometern eine Mischung aus Brücke, Leuchttürmen, Backsteinkirchen, Museen und Naturschutzgebieten. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind die Fehmarnsundbrücke, der Leuchtturm Flügge, die Marienleuchte, der Hafen Burgstaaken und das Wasservogelreservat Wallnau. Fast alle Ziele lassen sich an einem oder zwei Tagen mit dem Fahrrad oder Auto verbinden.

Kurzantwort: Zu den Höhepunkten zählen die Fehmarnsundbrücke von 1963, der begehbare Leuchtturm Flügge mit 162 Stufen, die Altstadt von Burg und der östlichste Punkt Schleswig-Holsteins in Staberhuk.

Das Wichtigste in Kürze

  • Fehmarn ist rund 185 Quadratkilometer groß.
  • Die Sundbrücke ist 963 Meter lang und seit 1963 in Betrieb.
  • Fünf Leuchttürme stehen auf der Insel.
  • Viele Ziele liegen nah an der Küste und sind gut mit dem Rad erreichbar.

Fehmarn Sehenswürdigkeiten im Überblick

Die Ostseeinsel liegt zwischen Kieler Bucht und Mecklenburger Bucht. Im Süden trennt der Fehmarnsund sie vom Festland, im Norden der Fehmarnbelt von der dänischen Insel Lolland. Die Küste wechselt ihr Gesicht: Im Norden liegen Dünen und Strandseen, im Osten eine Kliffküste, im Süden lange Sandstrände.

Wer einen Urlaub plant, findet in unserem Beitrag Urlaub auf Fehmarn viele Aktivitäten. Dieser Text beschränkt sich auf Orte, die einen Besuch lohnen, egal ob bei Sonne oder Regen.

Sehenswürdigkeit Ort Besonderheit
Fehmarnsundbrücke Fehmarnsund 963 m lang, Netzwerkbogen, 1963
Leuchtturm Flügge Flügge 162 Stufen, Backsteinturm
Marienleuchte Nordosten Türme von 1832 und 1964
St.-Nikolai-Kirche Burg um 1230 erbaut
Wasservogelreservat Wallnau rund 300 Hektar
Staberhuk Südosten östlichster Punkt Schleswig-Holsteins

Die Fehmarnsundbrücke als Wahrzeichen

Die Brücke verbindet Fehmarn seit dem 30. April 1963 mit dem Festland bei Großenbrode. Sie ist 963 Meter lang und trägt Straße und Schiene. Ihr Herzstück ist ein Stahlbogen mit 248,5 Metern Stützweite und bis zu 45 Metern Höhe über der Fahrbahn.

Der Bogen gilt als einer der ersten und größten Netzwerkbogen weltweit. Die Hänger kreuzen sich zu einem Rautenmuster. Die Brücke steht unter Denkmalschutz. Am schönsten wirkt sie vom Ufer aus bei Sonnenuntergang.

Leuchttürme auf Fehmarn

Fünf Leuchttürme stehen auf der Insel: Flügge, Marienleuchte, Strukkamphuk, Staberhuk und Westermarkelsdorf. Der Leuchtturm Flügge ist der einzige, den Besucher besteigen dürfen. Der achteckige Backsteinturm steht unter Denkmalschutz. Nach einer Sanierung erscheint er seit Herbst 2010 wieder in gelb-rotem Mauerwerk. Oben führen 162 Stufen zur Aussichtsplattform.

Die Marienleuchte liegt im Nordosten direkt an der Küste. Der alte Turm stammt von 1832, der neue von 1964. Den Namen erhielt sie von einer dänischen Königin. Die Siedlung ist mit dem Auto nur über Puttgarden erreichbar. Von Presen führt ein Weg für Fußgänger und Radfahrer an der Küste entlang.

Kurzantwort: Besteigen lässt sich auf Fehmarn der Leuchtturm Flügge. Die 162 Stufen führen zu einer Plattform mit Blick über Sund und Küste.

Burg auf Fehmarn und Burgstaaken erkunden

Burg ist mit gut 6.300 Einwohnern der größte Ort der Insel. Die Kirche St. Nikolai von etwa 1230 bildet den Mittelpunkt. Dazu kommen das Rathaus von 1901 mit roter Backsteinfassade und die gotische St.-Jürgen-Kapelle. Mittwochs findet auf dem Marktplatz ein Markt statt.

Der Hafen Burgstaaken liegt wenige Minuten entfernt. Yachten und Fischkutter legen dort an, und Fischer verkaufen ihren Fang direkt vom Boot. Im Hafen steht außerdem das U-Boot-Museum. Ein Spaziergang am Kai passt gut zum Nachmittag.

Museen und historische Orte auf der Insel

Das Peter-Wiepert-Museum in Burg residiert im Predigerwitwenhaus von 1581. In Lemkenhafen zeigt das Mühlen- und Landwirtschaftsmuseum, wie die Menschen früher auf Fehmarn lebten. Das Museum Katharinenhof, ein Schmetterlingsmuseum und die E.-L.-Kirchner-Dokumentation ergänzen das Angebot.

Historisch Interessierte besuchen das Steinzeitgrab Alversteen bei Albertsdorf. Die Windmühle „Flinke Laura“ in Dänschendorf gehört zu den bekanntesten Mühlen der Insel. Wer Ziele im Norden sucht, findet in Schleswig-Holstein weitere Ausflugsideen.

Natur und Strände: Wallnau, Staberhuk und Burgtiefe

Das Wasservogelreservat Wallnau entstand ab 1975 an der Westküste. Auf rund 300 Hektar finden über 80 Vogelarten Brutplätze. Ein Kanalsystem regelt die Wasserstände in Wiesen und Gräben. Zugvögel rasten dort im Frühjahr und Herbst, Beobachter bekommen viel zu sehen.

Staberhuk im Südosten markiert den östlichsten Punkt Schleswig-Holsteins. Die Ostküste ist steinig und besitzt ein Kliff. Ganz anders zeigt sich der Südstrand bei Burgtiefe. Dort liegen die weißesten Sandstrände der Insel, dazu die Bade- und Wellnesswelt FehMare und der Yachthafen. Der Strand ist kurabgabepflichtig.

Mit Hund am Meer lohnt ein Blick auf Hundestrände an der Ostsee und auf Urlaub mit Hund an der Ostsee. Die Regeln unterscheiden sich von Strand zu Strand und ändern sich je nach Saison.

Tipps für den Besuch der Sehenswürdigkeiten

  • Zwei Tage einplanen: Süden und Osten am ersten, Norden und Westen am zweiten Tag.
  • Das Fahrrad nutzen. Die höchste Erhebung, der Hinrichsberg, misst nur 27,9 Meter.
  • Die Museen an Regentagen ansteuern.
  • Leuchtturmbesuch und Sonnenuntergang an der Brücke kombinieren.
  • Vogelbeobachtung am besten früh am Morgen.

Im Sommer liegen die Tageshöchstwerte im Mittel bei rund 20 Grad. Das Klima ist mild und windig, eine Jacke gehört immer ins Gepäck. Vergleichbare Küstenorte mit Charme zeigen etwa Boltenhagen und Wolgast.

Fazit

Fehmarn punktet mit einer dichten Folge an Zielen auf kleinem Raum. Die Sundbrücke, die Leuchttürme, Burg und die Naturgebiete lassen sich gut verbinden. Zwei Tage reichen für die Highlights. Mit mehr Zeit bleibt Raum für Strände, Museen und Hafenspaziergänge.

FAQ – Häufige Fragen

Was ist die bekannteste Sehenswürdigkeit auf Fehmarn?

Die Fehmarnsundbrücke. Sie verbindet die Insel seit 1963 mit dem Festland und gilt mit ihrem Stahlbogen als Wahrzeichen.

Wie groß ist Fehmarn?

Die Insel misst rund 185 Quadratkilometer und hat etwa 78 Kilometer Küstenlinie. Sie ist die drittgrößte deutsche Insel nach Rügen und Usedom.

Welcher Ort ist der größte auf Fehmarn?

Burg auf Fehmarn. Dort leben gut 6.300 Menschen, und der Ort bildet das Zentrum der Inselstadt.

Kann man den Leuchtturm Flügge besteigen?

Ja. Eine Treppe mit 162 Stufen führt hinauf. Der Laternenraum bleibt für Besucher gesperrt.

Wo liegt der östlichste Punkt Schleswig-Holsteins?

In Staberhuk im Südosten der Insel. Dort stehen ein Leuchtturm und ein Küstenwald mit Steilküste.

Welche Museen gibt es auf Fehmarn?

Dazu zählen das Peter-Wiepert-Museum in Burg, das Mühlen- und Landwirtschaftsmuseum in Lemkenhafen, das Museum Katharinenhof und das U-Boot-Museum in Burgstaaken.

Gibt es auf Fehmarn Vogelschutzgebiete?

Ja. Das Wasservogelreservat Wallnau an der Westküste umfasst rund 300 Hektar und bietet über 80 Vogelarten Brutplätze.

Welche Sehenswürdigkeiten passen bei Regen?

Museen, das Meereszentrum, die Bade- und Wellnesswelt FehMare und die Backsteinkirchen in Burg und Petersdorf.

Lässt sich Fehmarn ohne Auto erkunden?

Ja, mit dem Fahrrad. Die Insel ist flach, der höchste Punkt liegt bei 27,9 Metern. Die Wege führen meist an der Küste entlang.

Wann ist die beste Zeit für einen Ausflug nach Fehmarn?

Von Mai bis September sind die Temperaturen am angenehmsten. Im Juli und August fallen die Tageshöchstwerte im Mittel auf gut 20 Grad.

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Quellen

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