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Der Duft der Frauen: Film von 1992, Vorlage und Handlung

Kurzantwort: „Der Duft der Frauen“ ist ein US-Drama von 1992 unter der Regie von Martin Brest. Al Pacino spielt einen erblindeten Oberstleutnant, Chris O’Donnell den Schüler, der ihn über ein Wochenende begleitet. Pacino gewann dafür den Oscar als bester Hauptdarsteller. Der Film geht auf einen Roman von Giovanni Arpino und die italienische Verfilmung von Dino Risi aus dem Jahr 1974 zurück.

Wenn jemand vom „Duft der Frauen“ spricht, meint er in fast allen Fällen den Film mit Al Pacino. Der deutsche Titel trägt denselben Namen wie die ältere italienische Fassung, was regelmäßig für Verwirrung sorgt.

Der Film läuft 150 Minuten und ist damit lang für ein Kammerspiel. Getragen wird er von zwei Figuren und wenigen Schauplätzen.

Hier stehen die Fakten zur Produktion, die Handlung in Kürze, die Herkunft des Stoffs und die Frage, warum ausgerechnet eine Tangoszene bis heute zitiert wird.

Die Fakten zum Film

Regie führte Martin Brest, die Hauptrollen spielen Al Pacino und Chris O’Donnell. Das Drehbuch schrieb Bo Goldman.

Der Film erschien 1992 in den Vereinigten Staaten und dauert 150 Minuten. Weltweit spielte er über 130 Millionen Dollar ein.

Bei den Oscars gab es vier Nominierungen, darunter für die Regie und das adaptierte Drehbuch. Gewonnen hat Al Pacino als bester Hauptdarsteller.

Die Kritiken fielen überwiegend positiv aus. Rotten Tomatoes weist 82 Prozent aus, Metacritic 57 von 100 Punkten.

Worum es geht

Ein Internatsschüler nimmt über Thanksgiving einen Nebenjob an. Er soll auf einen erblindeten pensionierten Oberstleutnant aufpassen.

Der Mann hat andere Pläne. Er reist nach New York, um dort ein letztes Wochenende zu verbringen und sich anschließend das Leben zu nehmen.

Parallel läuft an der Schule ein Disziplinarverfahren. Der Schüler hat einen Streich beobachtet und soll die Täter nennen.

Die beiden Handlungsstränge treffen am Ende aufeinander. Der blinde Offizier tritt vor dem Schulgremium auf und hält die Rede, die den Film beschließt.

Der Film nimmt sich viel Zeit für Zwischenschritte. Ein Essen im Restaurant, eine Probefahrt im Sportwagen und ein Besuch bei Verwandten füllen die Mitte.

Diese Ruhe ist der Grund für die Laufzeit. Wer schnelle Schnitte erwartet, wird enttäuscht — die Spannung entsteht aus den Gesprächen der beiden Hauptfiguren.

Woher der Stoff stammt

Die Vorlage schrieb der italienische Autor Giovanni Arpino. Sein Roman erschien in Italien und lieferte die Grundkonstellation aus blindem Offizier und jungem Begleiter.

1974 verfilmte Dino Risi den Stoff unter dem Titel „Profumo di donna“. Auf Deutsch lief auch diese Fassung als „Der Duft der Frauen“.

Die amerikanische Fassung von 1992 verlegt die Handlung in die Vereinigten Staaten und baut den Schulkonflikt aus. Er kommt in der italienischen Version nicht vor.

Wer beide Filme kennt, sieht zwei sehr unterschiedliche Tonlagen. Die italienische Fassung ist härter und deutlich kürzer.

Warum der Titel vom Duft spricht

Die Hauptfigur ist blind und ordnet Menschen über den Geruch ein. Frauen erkennt sie an Parfüm, Seife und Haar.

Im Film wird daraus ein Gesellschaftsspiel. Der Offizier benennt Duftstoffe, ordnet sie zu und liegt dabei erstaunlich oft richtig.

Belegbar ist an dieser Stelle wenig. Dass einzelne Menschen Gerüche überdurchschnittlich gut unterscheiden, ist bekannt — dass Blindheit den Geruchssinn zuverlässig schärft, gilt als nicht gesichert.

Der Titel arbeitet also mit einem Bild, nicht mit einer wissenschaftlichen Aussage. Für die Figur ist der Geruchssinn das, was ihr vom Zugang zur Welt geblieben ist.

Die Schlussrede vor dem Schulgremium

Der Höhepunkt des Films ist keine Actionszene, sondern ein Auftritt am Rednerpult. Der Offizier verteidigt den Schüler vor der versammelten Schule.

Sein Argument dreht sich um Loyalität und um den Preis, den Anständigkeit kostet. Er stellt die Frage, was eine Institution wert ist, die Verrat belohnt.

Genau diese Passage wird bis heute in Rhetorikkursen gezeigt. Sie ist ein Musterbeispiel dafür, wie eine Rede von der Verteidigung in den Angriff kippt.

Al Pacino spielt sie in einer einzigen langen Bewegung, ohne die Augen zu benutzen. Der Oscar für die Hauptrolle wird häufig mit dieser Szene begründet.

Wer den Film analysieren will, findet hier den Punkt, an dem beide Handlungsstränge zusammenlaufen. Der Mann, der sich das Leben nehmen wollte, findet eine Aufgabe.

Die Tangoszene

Die bekannteste Sequenz spielt in einem New Yorker Restaurant. Der blinde Offizier fordert eine junge Frau zum Tango auf.

Gespielt wird „Por una Cabeza“, ein Tango von Carlos Gardel. Das Stück stammt aus dem Jahr 1935 und wurde durch den Film einem großen Publikum bekannt.

Die Szene funktioniert, weil sie die Figur einmal ohne Bitterkeit zeigt. Sie führt, ohne zu sehen, und die Partnerin folgt.

Bis heute läuft das Stück auf Hochzeiten und in Tanzschulen. Viele kennen die Melodie, ohne den Film gesehen zu haben.

Auch andere Filme haben „Por una Cabeza“ verwendet, etwa Tanzszenen in Hollywood-Produktionen der neunziger Jahre. Der Tango selbst ist deutlich älter als all diese Auftritte.

Carlos Gardel starb 1935 bei einem Flugzeugabsturz in Kolumbien, im selben Jahr, in dem das Stück entstand. In Argentinien gilt er bis heute als wichtigster Sänger des Tangos.

Häufige Fragen

Wer spielt die Hauptrolle in Der Duft der Frauen?

Al Pacino als erblindeter Oberstleutnant, an seiner Seite Chris O’Donnell als Schüler.

Hat der Film einen Oscar gewonnen?

Ja, Al Pacino erhielt den Oscar als bester Hauptdarsteller. Insgesamt gab es vier Nominierungen.

Wie lange dauert der Film?

150 Minuten.

Gibt es zwei Filme mit diesem Titel?

Ja. Neben der US-Fassung von 1992 gibt es die italienische Verfilmung von Dino Risi aus dem Jahr 1974.

Welcher Tango läuft im Film?

„Por una Cabeza“ von Carlos Gardel aus dem Jahr 1935.

Worauf beruht die Geschichte?

Auf einem Roman des italienischen Schriftstellers Giovanni Arpino.

Quellen

Das passt dazu

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Geschrieben von Lena, Redaktion aromohola.de — sie schreibt hier über Reisen, Düfte und Entspannung.


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