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Stand: September 2026 · Lesezeit: 5 Minuten
Die Burgruine Wartstein steht auf der Schwäbischen Alb bei Ehingen-Erbstetten im Alb-Donau-Kreis. Sie liegt auf 660 Metern Höhe an einem Felshang über dem Tal der Großen Lauter. Der 12 Meter hohe Turm dient heute als Aussichtsturm an zwei Hauptwanderwegen des Schwäbischen Albvereins.
Kurzantwort: Die Ruine Wartstein ist eine mittelalterliche Felsenburg bei Erbstetten (Stadt Ehingen). Sie eignet sich als Wanderziel mit Aussicht ins Lautertal und lässt sich gut mit einem Tagesausflug auf der Alb verbinden.
Das Wichtigste in Kürze
- Lage: Erbstetten, Stadt Ehingen (Donau), Alb-Donau-Kreis
- Höhe: 660 m ü. NN, rund 150 m über der Großen Lauter
- Bauzeit: 12. Jahrhundert, 1495 zerstört
- Besonderheit: 12 Meter hohe Schildmauer mit Wendeltreppe
Burgruine Wartstein: Lage im Lautertal
Die Ruine liegt südwestlich von Erbstetten, einem Ortsteil der Stadt Ehingen. Sie sitzt auf einem Felssporn, der etwa 150 Meter über dem Tal der Großen Lauter aufragt. Die Große Lauter fließt rund 44 Kilometer über die Schwäbische Alb und mündet kurz hinter Obermarchtal in die Donau. Entlang des Flusses säumen viele Burgruinen die engen Stellen des Tals. Wartstein gehört zu den bekanntesten davon.
Wer aus Ulm oder Ehingen anreist, erreicht das Gebiet über Landstraßen im Alb-Donau-Kreis. Die Fahrstraße im Lautertal verbindet die Orte. Die genaue Anfahrt und die Parkplätze sollten Besucher vorab auf der Karte prüfen, denn der letzte Abschnitt führt zu Fuß zur Ruine.
Geschichte der Ruine Wartstein
Die Herren von Wartenstein bauten die Burg im 12. Jahrhundert. Im Jahr 1185 nennt eine Urkunde erstmals einen „comes de Wartstein“, also einen Grafen von Wartstein. Am 5. März 1392 verkaufte Heinrich von Wartstein die Burg mit allen Besitzungen an die bayerischen Herzöge Stephan, Friedrich und Johann. Zwei Jahre später, 1394, wurde die Anlage ausgebaut.
Im Juli 1495 zerstörte man die Burgen Wartstein und Monsberg. Danach verfiel die Anlage. Am 18. Februar 1508 ging die Ruine an Hans Speth von Granheim. Seit 1848 gehört sie der Gemeinde Erbstetten. Instandsetzungsarbeiten fanden 1924 und dann noch einmal von 1968 bis 1970 statt.
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 12. Jahrhundert | Bau durch die Herren von Wartenstein |
| 1185 | Erste Nennung eines Grafen von Wartstein |
| 1392 | Verkauf an bayerische Herzöge |
| 1394 | Ausbau der Burg |
| 1495 | Zerstörung von Wartstein und Monsberg |
| 1508 | Besitz von Hans Speth von Granheim |
| 1848 | Eigentum der Gemeinde Erbstetten |
| 1968–1970 | Instandsetzung, Anbau einer Wendeltreppe |
Was von der Burg erhalten ist
Wartstein zählt zu den Schildmauerburgen in Spornlage. Ein Halsgraben schützte die Anlage. Eine Kernburg gab es nicht. Erhalten blieb ein bedeutender Rest der Schildmauer. Sie ragt etwa 12 Meter hoch auf und wirkt wie ein Turm. Diese Mauer diente als Bergfried.
Im Schutz der Mauer stand einst der Palas mit zwei Giebeln. Seine Grundfläche maß 7,0 mal 10,7 Meter. An der Stirnseite sind noch Reste der Umfassungsmauern zu sehen. Die Wendeltreppe aus den Jahren 1968 bis 1970 führt heute nach oben. Von dort blicken Besucher über das Lautertal.
Kurzantwort: Erhalten sind die 12 Meter hohe Schildmauer, Reste der Umfassungsmauern des Palas und der Halsgraben. Die Wendeltreppe von 1968 bis 1970 macht den Turm als Aussichtsplattform nutzbar.
Wandern zur Burgruine Wartstein
Der Turm liegt am Hauptwanderweg 2 und am Hauptwanderweg 5 des Schwäbischen Albvereins. Beide Wege gehören zum Netz der Fernwanderwege auf der Alb. Wanderer können die Ruine also als Etappenziel oder als Abstecher einplanen. Wer nur einen Tag Zeit hat, wählt eine Rundtour ab Erbstetten oder ab einem Ort im Lautertal.
Mehr Anregungen für Touren im Süden bietet der Beitrag zur Wanderung in Süddeutschland. Wer mit Hund unterwegs ist, findet Hinweise unter Wandern mit Hund. Festes Schuhwerk lohnt sich, denn die Ruine sitzt an einem Felshang.
Ausflug mit Familie und Kindern
Ruinen wecken bei Kindern schnell die Entdeckerlust. Die Wendeltreppe und die hohe Mauer bieten Anlass für Geschichten über Ritter und Grafen. Eltern sollten dennoch aufpassen, denn am Felshang und am Turm gibt es Absturzstellen. Kleine Kinder gehören dort an die Hand.
Wer mehrere Tage auf der Alb bleiben will, findet Ideen im Beitrag Familienurlaub in Deutschland. Für einen Tagesausflug reichen Proviant, Wasser und Wetterschutz. Da Gaststätten und Öffnungszeiten wechseln können, empfiehlt sich ein Blick auf die Seiten der Stadt Ehingen oder der Tourismusregion.
Weitere Burgen und Ziele im Lautertal
Die Umgebung bietet mehr als eine Ruine. Wikipedia führt im Alb-Donau-Kreis zahlreiche Burgen, Ruinen und Burgställe auf. Im Umfeld von Wartstein zählt die Liste unter anderem die Ruine Monsberg, die Ruine Hohenschelklingen und die Ruine Rechtenstein auf. Monsberg fiel 1495 gemeinsam mit Wartstein der Zerstörung zum Opfer.
Wer verschiedene Orte im Süden kombinieren möchte, liest passend dazu die Übersicht Urlaubsorte in Süddeutschland. Die Alb bietet dafür einen guten Ausgangspunkt, weil Donau, Bodensee und Ulm in Reichweite liegen.
Beste Reisezeit und Planung
Die Ruine lässt sich als Wanderziel in mehreren Jahreszeiten besuchen. Im Frühling und Herbst sind die Temperaturen auf 660 Metern angenehm. Im Winter kann Schnee oder Eis den Felshang rutschig machen. Nach Regen sind die Wege oft matschig.
- Wetter am Vortag prüfen
- Feste Schuhe mit Profil einpacken
- Wasser und Verpflegung mitnehmen
- Handy laden und Karte offline speichern
- Früh starten, damit die Rückkehr bei Tageslicht klappt
Fazit
Die Burgruine Wartstein verbindet Geschichte und Aussicht auf kleinem Raum. Aus dem 12. Jahrhundert stammt die Burg, 1495 fiel sie der Zerstörung zum Opfer, und heute steht ihre 12 Meter hohe Schildmauer als Aussichtsturm im Lautertal. Wer Erbstetten besucht, kombiniert die Ruine am besten mit einer Wanderung auf dem Hauptwanderweg 2 oder 5.
FAQ – Häufige Fragen
Wo liegt die Burgruine Wartstein?
Sie liegt südwestlich von Erbstetten, einem Ortsteil der Stadt Ehingen im Alb-Donau-Kreis in Baden-Württemberg.
Wie hoch liegt die Ruine Wartstein?
Die Ruine liegt auf 660 Metern über Normalnull, rund 150 Meter über dem Tal der Großen Lauter.
Wann wurde die Burg Wartstein gebaut?
Die Herren von Wartenstein errichteten sie im 12. Jahrhundert. 1185 nennt eine Urkunde einen Grafen von Wartstein.
Wer besaß die Burg Wartstein?
Die Grafen von Wartstein, ab 1392 bayerische Herzöge, ab 1508 Hans Speth von Granheim und seit 1848 die Gemeinde Erbstetten.
Wann wurde die Burg zerstört?
Im Juli 1495 wurden Wartstein und die Burg Monsberg zerstört.
Kann man auf den Turm steigen?
Der Turm dient als Aussichtsturm. Bei der Instandsetzung von 1968 bis 1970 kam eine Wendeltreppe hinzu.
Welche Wanderwege führen zur Ruine?
Der Hauptwanderweg 2 und der Hauptwanderweg 5 des Schwäbischen Albvereins führen am Turm vorbei.
Wie hoch ist die Schildmauer?
Der erhaltene Rest der turmartigen Schildmauer misst etwa 12 Meter.
Ist die Ruine für Kinder geeignet?
Als Ausflugsziel ja, aber Aufsicht ist nötig, weil die Ruine an einem Felshang liegt.
Wo finde ich aktuelle Infos zu Anfahrt und Öffnung?
Auf den Seiten der Stadt Ehingen und der Tourismusregion Schwäbische Alb. Dort stehen aktuelle Hinweise.
Quellen

Isabel packt seit Jahren mit leichtem Gepäck und schreibt über Reiseziele, Strände und die beste Reisezeit. Ihre Lieblingsfrage: Wann lohnt sich ein Ort wirklich?






