Sehenswürdigkeiten in Avignon: Papstpalast, Brücke und Altstadt

Veröffentlicht am 26.09.2026 · Lesezeit 5 Min.

Stand: September 2026 · Lesezeit: 5 Minuten

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Avignon sind der Papstpalast, die Brücke Pont Saint-Bénézet, die Kathedrale Notre-Dame-des-Doms mit dem Park Rocher des Doms und die fast fünf Kilometer lange Stadtmauer. Alle liegen in der Altstadt und sind zu Fuß erreichbar. Papstpalast, Kathedrale und Brücke gehören zusammen zum UNESCO-Welterbe. Für die Highlights reicht ein Tag, mit Museen und Ausflügen lohnen zwei bis drei Tage.

Das Wichtigste in Kürze

  • Avignon war von 1309 bis 1378 Sitz der Päpste.
  • Der Papstpalast gilt als einer der größten gotischen Bauten Europas.
  • Die Altstadt ist seit 1995 UNESCO-Welterbe.
  • Im Juli findet jedes Jahr das Festival d’Avignon statt.

Papstpalast: das Wahrzeichen von Avignon

Im 14. Jahrhundert war Avignon für knapp 70 Jahre das Zentrum der katholischen Kirche. Sieben Päpste residierten hier. Sie ließen einen Palast bauen, der bis heute die Stadt überragt. Papst Benedikt XII. begann 1335 mit dem Alten Palast. Sein Nachfolger Clemens VI. setzte ab 1342 den Neuen Palast daneben.

Der Papstpalast umfasst rund 15.000 Quadratmeter Nutzfläche. Er gilt als eines der größten und wichtigsten gotischen Bauwerke Europas. Anders als viele Residenzen jener Zeit ist er kaum verändert erhalten. Besonders eindrucksvoll ist der Grand Tinel, der Festsaal der Päpste. Er misst 48 mal 10 Meter. In einigen Räumen sind Fresken des Hofmalers Matteo Giovannetti erhalten.

Kurzantwort: Die Nummer eins in Avignon ist der Papstpalast. Für den Rundgang sollten Besucher etwa zwei Stunden einplanen.

Pont Saint-Bénézet: die Brücke aus dem Kinderlied

Die Brücke kennt fast jeder aus dem Lied „Sur le pont d’Avignon“. Sie entstand im 12. Jahrhundert und führte einst über die Rhône. Hochwasser zerstörten sie immer wieder. Heute stehen nur noch vier Bögen, die mitten im Fluss enden. Auf einem Pfeiler steht eine kleine Kapelle.

Die Brücke lässt sich gegen Eintritt betreten. Den schönsten Blick auf sie gibt es aber vom gegenüberliegenden Ufer oder vom Rocher des Doms. Wer die Provence mit dem Auto erkundet, findet im Beitrag Urlaub in Frankreich am Meer mit dem Auto weitere Ideen.

Kathedrale und Rocher des Doms

Direkt neben dem Papstpalast steht die Kathedrale Notre-Dame-des-Doms. Auf ihrem Turm thront eine vergoldete Marienstatue. Dahinter steigt der Rocher des Doms an. Der Kalkfelsen war früher ein Schutz für die Stadt. Heute ist er ein Park mit Teich, Bänken und Schatten spendenden Bäumen.

Von oben reicht der Blick über die Rhône, die Brücke und bis nach Villeneuve-lès-Avignon auf der anderen Flussseite. Am späten Nachmittag ist das Licht besonders schön. Der Park kostet keinen Eintritt.

Stadtmauer, Plätze und Gassen

Die Altstadt ist noch heute von einer Mauer umgeben. Sie ist rund 4.900 Meter lang und entstand größtenteils unter Papst Innozenz VI. zwischen 1352 und 1362. Innerhalb der Mauern wartet ein Netz aus Gassen und Plätzen.

  • Place de l’Horloge: der zentrale Platz mit Rathaus, Theater und vielen Cafés.
  • Rue des Teinturiers: eine Gasse entlang eines Kanals mit alten Wasserrädern. Früher arbeiteten hier die Stofffärber.
  • Les Halles: die Markthalle mit regionalen Produkten und einer begrünten Außenfassade.
  • Petit Palais: ein Museum mit Gemälden des Mittelalters und der Frührenaissance.

Festival d’Avignon im Juli

Jeden Juli verwandelt sich die Stadt in eine große Bühne. Das Festival d’Avignon zählt zu den wichtigsten Theaterfestivals der Welt. Im Ehrenhof des Papstpalasts finden die großen Aufführungen statt. Parallel läuft das freie Festival Off mit Hunderten kleiner Stücke in Sälen, Kirchen und Hinterhöfen.

Wer in dieser Zeit anreist, sollte Unterkünfte früh buchen. Die Preise steigen deutlich und die Gassen sind voll. Ruhiger ist die Stadt im Frühjahr und im Herbst.

Kurzantwort: Die beste Reisezeit für Avignon sind April bis Juni und September bis Oktober. Im Juli lockt das Festival, dann ist es voll und teuer.

Ein Tag in Avignon: Beispielroute

  • Schritt 1: Früh am Papstpalast starten, bevor die Gruppen kommen.
  • Schritt 2: Die Kathedrale besuchen und hinauf zum Rocher des Doms gehen.
  • Schritt 3: Hinunter zum Pont Saint-Bénézet und auf die Brücke.
  • Schritt 4: Mittagessen in Les Halles oder an der Place de l’Horloge.
  • Schritt 5: Nachmittags durch die Rue des Teinturiers bummeln und den Petit Palais besuchen.
  • Schritt 6: Zum Abend die Mauer entlang spazieren.

Anreise und Ausflüge in die Umgebung

Avignon liegt am Ostufer der Rhône in der Provence und ist Hauptstadt des Départements Vaucluse. Rund 92.000 Menschen leben hier. Die Stadt hat einen eigenen TGV-Bahnhof und ist damit gut per Zug erreichbar. Tipps zur Bahnreise gibt der Beitrag Städtereisen mit der Bahn.

Von Avignon aus lohnen Tagesausflüge. Villeneuve-lès-Avignon liegt direkt gegenüber am anderen Ufer. Die Weinberge von Châteauneuf-du-Pape, der Pont du Gard und die Städte Arles und Nîmes sind gut erreichbar. Wer länger bleibt, findet im Artikel zum Urlaub in Frankreich weitere Anregungen.

Fazit

Avignon bündelt große Geschichte auf kleinem Raum. Papstpalast, Brücke, Kathedrale und Stadtmauer lassen sich an einem Tag zu Fuß erkunden. Gassen, Markthalle und Museen füllen einen zweiten Tag. Im Juli bringt das Festival Theater in jeden Winkel. Als Standort für Ausflüge in die Provence ist die Stadt ideal.

FAQ – Häufige Fragen

Was ist die bekannteste Sehenswürdigkeit in Avignon?

Der Papstpalast aus dem 14. Jahrhundert, einer der größten gotischen Bauten Europas.

Wie viele Päpste lebten in Avignon?

Sieben Päpste residierten hier zwischen 1309 und 1378.

Wie viele Bögen hat die Brücke von Avignon noch?

Heute stehen noch vier Bögen. Die Brücke endet mitten in der Rhône.

Ist Avignon UNESCO-Welterbe?

Ja. Papstpalast, Bischofsensemble und Brücke sind seit 1995 Welterbe.

Wie lang ist die Stadtmauer von Avignon?

Rund 4.900 Meter. Sie umschließt die gesamte Altstadt.

Wann findet das Festival d’Avignon statt?

Jedes Jahr im Juli.

Wie viel Zeit braucht man für Avignon?

Ein Tag reicht für die Highlights. Mit Museen und Ausflügen lohnen zwei bis drei Tage.

Was kostet der Rocher des Doms?

Nichts. Der Park auf dem Felsen ist frei zugänglich.

Wann ist die beste Reisezeit für Avignon?

Frühjahr und Herbst. Im Sommer ist es heiß und im Juli sehr voll.

Welche Ausflüge lohnen sich von Avignon?

Villeneuve-lès-Avignon, Châteauneuf-du-Pape, der Pont du Gard, Arles und Nîmes.

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Quellen

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