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Stand: September 2026 · Lesezeit: 5 Minuten
Die bekanntesten norwegischen Sehenswürdigkeiten sind der Preikestolen am Lysefjord, der Geirangerfjord, die Trolltunga, die Lofoten, das Hanseviertel Bryggen in Bergen und das Nordkap. Dazu kommen Straßen wie die Atlantikstraße und der Trollstigen. Die meisten Ziele liegen in Fjordnorwegen im Südwesten. Für eine erste Reise reichen zehn bis vierzehn Tage.
Das Wichtigste in Kürze
- Preikestolen: Felskanzel 604 Meter über dem Lysefjord
- Geirangerfjord: seit 2005 UNESCO-Weltnaturerbe
- Nordkap: Felsplateau 307 Meter über dem Meer
- Beste Reisezeit: Juni bis August für Fjorde, Winter für Polarlichter
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Norwegen im Überblick
| Sehenswürdigkeit | Region | Besonderheit |
|---|---|---|
| Preikestolen | Rogaland | 604 m über dem Lysefjord |
| Kjeragbolten | Rogaland | eingeklemmter Felsblock über dem Lysefjord |
| Trolltunga | Hardanger | Felszunge auf 1.180 m Höhe |
| Geirangerfjord | Møre og Romsdal | UNESCO-Welterbe, Wasserfall Sieben Schwestern |
| Atlantikstraße | Møre og Romsdal | 8,27 km mit acht Brücken |
| Bryggen | Bergen | historische Hansekontore |
| Lofoten | Nordland | Inselkette mit rund 230 km Länge |
| Nordkap | Finnmark | Mitternachtssonne von Mitte Mai bis Ende Juli |
Preikestolen, Kjeragbolten und Trolltunga
Die drei Felsen sind die berühmtesten Wanderziele des Landes. Der Preikestolen ragt 604 Meter senkrecht über den Lysefjord. Das Plateau misst etwa 25 mal 25 Meter. Der Weg ab der Preikestolhytta ist laut Wikipedia rund 3,8 Kilometer lang. Pro Richtung brauchen Wanderer etwa 1,5 bis 2 Stunden. Im Jahr 2019 kamen rund 330.000 Menschen hinauf.
Am selben Fjord liegt der Kjeragbolten. Der Felsblock steckt eingeklemmt in einer Spalte, fast 1.000 Meter über dem Wasser. Die Tour dorthin ist steiler und länger als der Weg zum Preikestolen.
Die Trolltunga liegt im Hardanger. Die Felszunge schwebt auf 1.180 Metern Höhe, rund 700 Meter über dem See Ringedalsvatnet. Die Wanderung misst je nach Startparkplatz 20 bis 28 Kilometer. Zehn bis zwölf Stunden sind normal. Ohne Bergerfahrung ist eine geführte Tour die sichere Wahl.
Kurzantwort: Für Einsteiger eignet sich der Preikestolen mit rund vier Stunden Gehzeit hin und zurück. Die Trolltunga verlangt einen ganzen Tag und viel Kondition.
Geirangerfjord und Trollstigen
Der Geirangerfjord ist rund 15 Kilometer lang und an manchen Stellen nur 600 Meter breit. Seit 2005 gehört er zusammen mit dem Nærøyfjord zum UNESCO-Weltnaturerbe. Bekannt ist er für den Wasserfall Sieben Schwestern. Gegenüber stürzt der Freier ins Tal.
Den schönsten Blick bietet die Adlerstraße mit elf Kehren. Noch höher liegt der Aussichtspunkt Dalsnibba auf 1.476 Metern. Viele Besucher kombinieren den Fjord mit dem Trollstigen. Die Passstraße windet sich in engen Serpentinen durch eine steile Felswand. Sie ist nur im Sommer geöffnet.
Für Kreuzfahrtschiffe gelten bald strengere Regeln. Kleinere Schiffe dürfen ab 2026 nur noch emissionsfrei in den Fjord. Für große Schiffe greift die Regel laut aktuellem Stand ab 2032.
Atlantikstraße, Bergen und Flåmsbahn
Die Atlantikstraße verbindet Inseln zwischen Molde und Kristiansund. Auf 8,27 Kilometern führt sie über acht Brücken. Die bekannteste ist die geschwungene Storseisundbrücke. Bei Sturm schlagen die Wellen bis auf die Fahrbahn.
Bergen ist das Tor zu den Fjorden. Das Viertel Bryggen mit seinen bunten Holzhäusern steht auf der Welterbeliste der UNESCO. Hier hatten Kaufleute der Hanse ihre Kontore. Mit der Seilbahn geht es auf den Hausberg Ulriken.
Die Flåmsbahn gilt als eine der steilsten Normalspurbahnen der Welt. Sie fährt rund 20 Kilometer von Myrdal hinab nach Flåm am Aurlandsfjord. Unterwegs hält der Zug am Wasserfall Kjosfossen.
Lofoten, Tromsø und Nordkap
Die Lofoten ziehen sich rund 230 Kilometer weit ins Nordmeer. Rote Fischerhütten, Sandstrände und schroffe Gipfel prägen das Bild. Orte wie Reine und Henningsvær zählen zu den meistfotografierten Dörfern Norwegens.
Tromsø ist die größte Stadt Nordnorwegens. Im Winter starten hier viele Touren zu den Polarlichtern. Die Eismeerkathedrale ist das Wahrzeichen der Stadt.
Das Nordkap liegt auf der Insel Magerøya. Das Felsplateau fällt 307 Meter steil zum Meer ab. Die Sonne geht hier vom 14. Mai bis zum 29. Juli nicht unter. Jedes Jahr kommen rund 200.000 Besucher. Der nördlichste Punkt Europas ist das Nordkap allerdings nicht. Die Landzunge Knivskjellodden reicht etwa 1.400 Meter weiter nach Norden.
Kurzantwort: Das Nordkap ist 307 Meter hoch und ein beliebtes Ziel für die Mitternachtssonne. Weiter nördlich liegt aber die Landzunge Knivskjellodden.
Oslo und Trondheim
In Oslo lohnt das Opernhaus am Hafen. Besucher dürfen auf das schräge Dach laufen und über die Stadt schauen. Im Frognerpark steht die Vigeland-Anlage mit mehr als 200 Skulpturen von Gustav Vigeland. Der Eintritt in den Park ist frei.
Trondheim war lange die Königsstadt Norwegens. Der Nidarosdom gilt als nördlichste mittelalterliche Kathedrale der Welt. Sein Turm ist 91 Meter hoch.
Tipps für die Reiseplanung
- Die Fjordregion ist von Juni bis August am besten zugänglich. Viele Bergstraßen sind im Winter gesperrt.
- Für Polarlichter eignen sich die dunklen Monate von September bis März.
- Parkplätze am Preikestolen und an der Trolltunga kosten Gebühren. Früh am Morgen ist es leerer.
- Fähren gehören in Westnorwegen zum Straßennetz. Wartezeiten fest einplanen.
- Wetter wechselt schnell. Regenjacke und warme Schicht gehören auch im Sommer ins Gepäck.
Wer ganz in den Norden will, findet in unserem Beitrag zur Reise zum Nordkap weitere Hinweise. Für flexible Routen durch die Fjorde lohnt ein Blick auf den Urlaub mit dem Wohnmobil.
Fazit
Norwegische Sehenswürdigkeiten verbinden Natur, Geschichte und Straßenbau auf engem Raum. Der Preikestolen und der Geirangerfjord gehören auf jede erste Route. Wer mehr Zeit hat, ergänzt die Lofoten und das Nordkap. Wanderziele wie die Trolltunga brauchen Planung und Kondition. Mit dem Sommer für Fjorde und dem Winter für Polarlichter bietet das Land zu jeder Jahreszeit ein eigenes Programm.
FAQ – Häufige Fragen
Was ist die bekannteste Sehenswürdigkeit Norwegens?
Der Preikestolen am Lysefjord. Rund 330.000 Menschen wanderten 2019 hinauf.
Wie hoch ist der Preikestolen?
Die Felskanzel ragt 604 Meter senkrecht über den Lysefjord.
Wie lange dauert die Wanderung zur Trolltunga?
Je nach Startpunkt zehn bis zwölf Stunden für 20 bis 28 Kilometer hin und zurück.
Seit wann ist der Geirangerfjord UNESCO-Welterbe?
Seit 2005, gemeinsam mit dem Nærøyfjord.
Ist das Nordkap der nördlichste Punkt Europas?
Nein. Die Landzunge Knivskjellodden liegt rund 1.400 Meter weiter nördlich.
Wann sieht man am Nordkap die Mitternachtssonne?
Vom 14. Mai bis zum 29. Juli bleibt die Sonne über dem Horizont.
Wie lang ist die Atlantikstraße?
Sie misst 8,27 Kilometer und führt über acht Brücken.
Wann ist die beste Reisezeit für Norwegen?
Für Fjorde und Wanderungen Juni bis August. Für Polarlichter September bis März.
Wie viele Tage braucht man für Südnorwegen?
Für Oslo, Bergen und die großen Fjorde sind zehn bis vierzehn Tage sinnvoll.
Wo sieht man in Norwegen Polarlichter?
Gute Chancen gibt es rund um Tromsø, auf den Lofoten und am Nordkap.
Quellen

Robert plant Reisen mit Tabellenkalkulation und schreibt über Reisezeiten, Kosten und Routen. Trocken, aber verlässlich.





