Kriminalität in Uruguay: Wie sicher ist das Land wirklich?

Veröffentlicht am 30.09.2026 · Lesezeit 5 Min.

Stand: September 2026 · Lesezeit: 5 Minuten

Uruguay gilt im Vergleich zu seinen südamerikanischen Nachbarn als eher sicheres Reiseland. Die Kriminalitätsrate ist relativ niedrig. Trotzdem meldet das Auswärtige Amt für Montevideo einen spürbaren Anstieg bei Raub und Diebstahl. Mit etwas Vorsicht lässt sich das Land gut bereisen.

Kurzantwort: Uruguay ist für Touristen relativ sicher. Kleinkriminalität wie Taschendiebstahl und Raub kommt vor, vor allem in Montevideo. Wer bestimmte Viertel meidet und Wertsachen zu Hause lässt, reist meist ohne Zwischenfälle.

Das Wichtigste in Kürze

  • Im regionalen Vergleich niedrige Kriminalitätsrate
  • Schwerpunkt: Raub und Diebstahl in Montevideo
  • Bestimmte Viertel auch tagsüber meiden
  • Saisonale Touristenpolizei in Montevideo und Punta del Este

Kriminalität in Uruguay: Die Lage im Überblick

Uruguay hat gut 3,4 Millionen Einwohner. Fast die Hälfte lebt in und um Montevideo. Die Hauptstadt hat knapp 1,5 Millionen Einwohner und ist der Brennpunkt der Kriminalität. Wikipedia beschreibt die Rate im Vergleich zu den Nachbarstaaten als relativ gering.

Das Auswärtige Amt zeichnet für die Hauptstadt ein genaueres Bild. In den letzten Jahren gab es demnach einen spürbaren Anstieg. Es geht vor allem um Raub- und Diebstahlsdelikte, teils mit Waffengewalt. Auch bewaffnete Überfälle auf Restaurants in besseren Wohngegenden nehmen laut Amt zu.

Ist Uruguay gefährlich? Die Risiken in Montevideo

Besonders kritisch sind laut Auswärtigem Amt bestimmte Straßen der Altstadt und des Zentrums. Das gilt vor allem außerhalb der Geschäftszeiten. Auch die gehobenen Ausgehviertel Punta Carretas, Pocitos und Carrasco nennt das Amt ausdrücklich.

Für die nördlichen und westlichen Stadtteile gilt eine klare Empfehlung. Sie sollten auch tagsüber gemieden werden. Genannt werden Villa del Cerro, Casavalle, Cerro Norte, Marconi, El Borro, Piedras Blancas, Villa Española, Malvín Norte, Maroñas und Conciliación.

Seit April 2026 warnt das Amt zudem vor mehr Tötungsdelikten. Sie hängen mit Auseinandersetzungen der Drogenkriminalität zusammen. Betroffen sind vor allem die Gegenden um El Monarca, Villa del Cerro, Conciliación, Marconi und das Barrio Borro. Reisende halten sich dort in der Regel nicht auf.

Sicherheit für Touristen: Diese Orte gelten als ruhiger

Wikipedia nennt als Schwerpunkte in der Hauptstadt neben den ärmeren Vierteln im Norden auch die Ciudad Vieja, Pocitos und den Nordrand von Carrasco. Außerhalb von Montevideo ist die Lage entspannter. Das Land ist dünn besiedelt und hat nur etwa 20 Einwohner pro Quadratkilometer.

Der bekannteste Badeort ist Punta del Este, rund 140 Kilometer östlich der Hauptstadt. Im Hochsommer von Dezember bis Februar wächst die Einwohnerzahl laut Wikipedia von etwa 30.000 auf über 200.000. In solchen Menschenmengen haben Taschendiebe leichtes Spiel. Deshalb setzt der Staat in Montevideo und Punta del Este saisonal eine Touristenpolizei ein. Ähnliche Fragen stellen sich bei anderen Zielen, etwa in Costa Rica oder auf Kuba.

Kurzantwort: Die ruhigeren Ecken liegen abseits der Hauptstadt. In Badeorten wie Punta del Este drohen im Sommer vor allem Taschendiebstähle. Die Touristenpolizei ist dort saisonal im Einsatz.

Tipps für sicheres Reisen in Uruguay

Das Auswärtige Amt gibt konkrete Hinweise für den Alltag. Diese Liste fasst sie zusammen:

  • In Montevideo zu Fuß möglichst in Gruppen unterwegs sein, besonders bei Dunkelheit
  • Im Umfeld von Hostels nachts besonders aufmerksam sein
  • In der Altstadt kleine Gassen abseits der Hauptwege meiden
  • Handtaschen, Kameras und Schmuck nicht sichtbar tragen
  • Nur das Tagesbargeld einstecken und bargeldlos zahlen
  • Ausweise sicher verwahren und Kopien speichern
  • Keine Wertsachen im geparkten Auto lassen
  • Bei Überfällen keinen Widerstand leisten

Wer die Reise organisiert, findet in der Reise-Checkliste eine gute Vorlage. Auch ein Erste-Hilfe-Set für unterwegs gehört ins Gepäck.

Verkehr, Taxi und Unterkunft: Sicher unterwegs

Das wichtigste Verkehrsmittel ist der Bus. Es gibt laut Auswärtigem Amt zahlreiche gute Gesellschaften mit modernen, klimatisierten Fahrzeugen. Nächtliche Überlandfahrten mit dem Auto sollten Reisende vermeiden.

Thema Regel laut Auswärtigem Amt
Alkohol am Steuer 0,0 Promille
Tempo in der Stadt 45 km/h
Bußgeld in Montevideo aktuell etwa 240 bis 450 Euro
Handy am Steuer verboten
Taxi vorbestellen oder Taxi-App nutzen

Fahrdienst-Apps funktionieren in Montevideo problemlos. Die Fahrt lässt sich dort nicht bar bezahlen. Außerhalb der Hauptstadt ist die Verfügbarkeit eingeschränkt. Bei Unfällen mit Personenschäden droht nach uruguayischem Recht sogar Untersuchungshaft. Ein ähnlicher Blick auf die Lage lohnt sich bei Puerto Rico.

Natur und Klima: Weitere Gefahren im Blick

Es herrscht ein gemäßigt-warmes Klima. Dürren, Überschwemmungen und starke Stürme können laut Auswärtigem Amt zu jeder Jahreszeit auftreten. Im Winter von April bis August kommen sehr schwere Stürme vor. Im Sommer von Dezember bis März drohen bei Dürre Busch- und Waldbrände. Warnmeldungen veröffentlicht die Präsidentschaft „Presidencia“.

Wer gesundheitliche Fragen hat, klärt sie vorab mit Arzt oder Ärztin. Der Text ersetzt keine ärztliche Beratung. Eine Reisekrankenversicherung empfiehlt das Amt ausdrücklich.

Fazit

Uruguay bleibt eines der ruhigeren Länder Südamerikas. Die Gefahr geht vor allem von Raub und Diebstahl in Montevideo aus. Wer die genannten Viertel meidet, wenig Wertsachen zeigt und Taxi-Apps nutzt, senkt das Risiko deutlich. Vor jeder Reise lohnt ein Blick auf die aktuellen Hinweise des Auswärtigen Amts.

FAQ – Häufige Fragen

Ist Uruguay ein gefährliches Reiseland?

Im Vergleich zu den Nachbarstaaten gilt die Kriminalitätsrate als relativ gering. Das Auswärtige Amt meldet für Montevideo dennoch einen spürbaren Anstieg bei Raub und Diebstahl.

Welche Gegenden in Montevideo sollten Reisende meiden?

Das Auswärtige Amt nennt unter anderem Villa del Cerro, Casavalle, Cerro Norte, Marconi und El Borro. Diese Viertel gelten selbst tagsüber als riskant.

Ist die Altstadt von Montevideo sicher?

Tagsüber auf den Hauptwegen ist die Ciudad Vieja gut besucht. Kleine Gassen abseits davon und die Zeit nach Geschäftsschluss sollten Reisende meiden.

Wie sicher ist Punta del Este?

Der Badeort füllt sich im Sommer stark. Wikipedia nennt einen Anstieg von etwa 30.000 auf über 200.000 Einwohner. In Menschenmengen und an Stränden drohen vor allem Diebstähle.

Gibt es eine Touristenpolizei?

Ja. Laut Wikipedia setzt Uruguay in Montevideo und Punta del Este saisonal eine Touristenpolizei ein.

Wie verhalte ich mich bei einem Überfall?

Das Auswärtige Amt rät, keinen Widerstand zu leisten. Die Hemmschwelle zur Gewalt sei niedrig. Wertsachen sind ersetzbar, die Gesundheit nicht.

Sind Taxis in Uruguay sicher?

Das Auswärtige Amt empfiehlt vorbestellte Taxis oder Taxi-Apps. Sie zeichnen Fahrer, Fahrzeug und Strecke auf. Apps von Fahrdienstleistern funktionieren in Montevideo problemlos.

Darf ich in Uruguay nach einem Bier Auto fahren?

Nein. In Uruguay gilt absolutes Alkoholverbot am Steuer mit 0,0 Promille. Die Polizei kontrolliert regelmäßig und verhängt hohe Bußgelder.

Sollte ich Bargeld mitnehmen?

Nur den Tagesbedarf. Das Auswärtige Amt empfiehlt bargeldlose Zahlung und rät von auffälligem Schmuck ab.

Wo finde ich aktuelle Warnungen?

Die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts sind die erste Adresse. Die App „Sicher Reisen“ und die Krisenvorsorgeliste ergänzen sie.

Mehr zum Thema

Quellen

Nach oben scrollen