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Stand: September 2026 · Lesezeit: 6 Minuten
Die Jahresvignette für Österreich kostet für Pkw im Vignettenjahr 2026 genau 106,80 Euro. Sie ist an Autobahnen und Schnellstraßen Pflicht und gilt von Dezember des Vorjahres bis einschließlich Januar des Folgejahres. Wer nach Tirol, Kärnten oder Wien fährt, kauft sie digital oder als Klebevignette.
Kurzantwort: Die Pkw-Jahresvignette kostet 106,80 Euro und gilt 14 Monate, vom 1. Dezember 2025 bis 31. Januar 2027. Online gekaufte Vignetten gelten erst nach 18 Tagen.
Jahresvignette Österreich: Preise im Überblick
Die Vignette gibt es in vier Laufzeiten. Für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht gelten laut ADAC diese Preise:
| Laufzeit | Pkw und Wohnmobil bis 3,5 t | Motorrad |
|---|---|---|
| 1 Tag (nur digital) | 9,60 Euro | 3,80 Euro |
| 10 Tage | 12,80 Euro | 5,10 Euro |
| 2 Monate | 32,00 Euro | 12,80 Euro |
| Jahresvignette | 106,80 Euro | 42,70 Euro |
Die Preise stammen aus dem Vignettenjahr 2026 und ändern sich jährlich leicht. Ein Blick auf die Seiten der Automobilclubs vor der Reise lohnt sich.
Ab wann lohnt sich die Jahresvignette?
Die Rechnung ist einfach. Zwei Kurzurlaube mit je einer 10-Tages-Vignette kosten 25,60 Euro. Sechs Zehn-Tages-Vignetten summieren sich auf 76,80 Euro. Erst ab etwa acht Zehn-Tages-Vignetten übersteigen die Kosten die Jahresvignette. Für eine einzelne Reise reicht also fast immer die kürzere Variante.
Die Jahresvignette rechnet sich vor allem in diesen Fällen:
- Pendler, die regelmäßig durch Österreich zur Arbeit fahren.
- Familien mit Ferienwohnung in den Alpen, die mehrmals im Jahr hinfahren.
- Wintersportler, die im Dezember starten und im Januar zurückkehren.
- Wer durch Österreich nach Italien, Kroatien oder Slowenien fährt und mehrere Male im Jahr die Route nutzt.
Wer nach Süden fährt, braucht in den Nachbarländern eigene Gebühren. Einen Überblick zur Maut in Italien liefert der Beitrag Maut Italien.
Gültigkeit der Vignette: 14 Monate statt 12
Die Jahresvignette 2026 gilt vom 1. Dezember 2025 bis zum 31. Januar 2027. Das sind 14 Monate. Der ÖAMTC nennt genau diese Zeitspanne. Wer im Dezember kauft, bekommt also zwei Extramonate. Die Vignette für das nächste Jahr gibt es meist ab Ende November oder Anfang Dezember zu kaufen. Im Januar reicht das alte Pickerl noch bis zum Monatsende.
Digitale Vignette oder Klebevignette?
Die klassische Klebevignette klebt von innen an der Windschutzscheibe. Die digitale Vignette ist an das Kennzeichen gebunden. Ein Aufkleber entfällt. Nach Angaben des ADAC ist ab 2027 nur noch die digitale Vignette verfügbar.
Die digitale Variante hat Vorteile:
- Kein Abziehen bei Scheibentausch oder Fahrzeugwechsel im Alltag.
- Kein Verlust und keine falsche Klebeposition.
- Kauf online oder in der App möglich.
Ein Nachteil bleibt. Ein Tippfehler im Kennzeichen macht die Vignette wertlos. Vor dem Bezahlen lohnt sich deshalb ein zweiter Blick auf jede Ziffer und jeden Buchstaben.
Jahresvignette kaufen: Wo und wie?
Die Vignette gibt es an vielen Stellen. Dazu zählen ADAC-Geschäftsstellen, ÖAMTC-Stützpunkte, Tankstellen an der Grenze und Tabakläden in Österreich. Online verkauft die ASFINAG selbst, dazu kommen weitere Portale.
Die Schritte für den Onlinekauf im Überblick:
- Fahrzeugklasse und Laufzeit wählen.
- Kennzeichen und Zulassungsland eingeben und genau prüfen.
- Bezahlen und die Bestätigung speichern.
- Gültigkeit nach Möglichkeit über die Abfrage der ASFINAG kontrollieren.
Kurzantwort: Wer am Reisetag in Österreich losfährt, kauft am besten vor Ort oder online eine 1- oder 10-Tages-Vignette. Diese Varianten sind laut ADAC sofort gültig.
Die 18-Tage-Frist beim Onlinekauf
Bei 2-Monats- und Jahresvignetten aus dem Onlineshop der ASFINAG oder der App gilt laut ADAC eine 18-tägige Sperrfrist. Grund ist das Widerrufsrecht im Fernabsatz. Die Vignette gilt erst nach Ablauf der Frist. Wer am Freitag bestellt und am Samstag fährt, steht ohne gültige Vignette da.
Kurzfristige Käufer haben zwei Wege. Sie nehmen die 1- oder 10-Tages-Vignette. Alternativ kaufen sie die Vignette direkt an einer Verkaufsstelle, etwa bei ADAC, ÖAMTC oder an der Grenze.
Wo gilt die Vignette und wo nicht?
Die Vignette gilt auf allen Autobahnen und Schnellstraßen. Ausgenommen sind Sondermautstrecken wie der Arlbergtunnel, der für 2026 einfach 13 Euro kostet. Auch Brenner, Tauern oder Karawanken haben eigene Regeln. Die ADAC-Seite listet einzelne Abschnitte auf.
Anhänger sind laut ADAC nicht vignettenpflichtig. Das Zugfahrzeug bis 3,5 Tonnen braucht dagegen eine Vignette. Fahrzeuge über 3,5 Tonnen zahlen die GO-Maut mit einer GO-Box.
Eine Besonderheit ist die A14 in Vorarlberg. Von Hörbranz bis Hohenems besteht Vignettenfreiheit für Fahrer aus Deutschland. Bei der Weiterfahrt über Altach gilt die Pflicht. Wer die Ausfahrt verpasst, riskiert eine Ersatzmaut.
Strafen ohne Vignette: Ersatzmaut bis 3.000 Euro
Eine fehlende oder falsch angebrachte Vignette wird teuer. Laut ÖAMTC beträgt die Ersatzmaut 200 Euro bei sofortiger Zahlung. Zahlt der Fahrer nicht, droht ein Verwaltungsstrafverfahren mit mindestens 300 Euro und höchstens 3.000 Euro. Kontrollen erfolgen durch Polizei, Zoll und Mautaufsicht.
Auch ungültige Klebevignetten fallen auf. Nicht geklebte Vignetten und nicht gelochte Zeitvignetten gelten als ungültig. Die Wikipedia beschreibt zudem, dass die Vignette vor der Auffahrt ordnungsgemäß angebracht oder digital mit Kennzeichen erworben sein muss.
Jahresvignette Österreich für die Urlaubsplanung
Wer mit dem Auto in die Berge fährt, plant Maut, Tankstopps und Pausen gemeinsam. Tipps zur Fahrt liefert der Beitrag Urlaub mit dem Auto. Familien finden Ideen im Artikel Geheimtipp Urlaub mit Kindern in Österreich.
Ein Beispiel: Eine Familie fährt im Februar zum Skifahren nach Tirol und im Sommer zum Wandern nach Kärnten. Mit zwei Zehn-Tages-Vignetten zahlt sie 25,60 Euro. Die Jahresvignette wäre bei nur zwei Reisen mit 106,80 Euro zu teuer.
Fazit
Die Jahresvignette lohnt sich nur bei häufigen Fahrten durch Österreich. Für einzelne Reisen genügt die 10-Tages-Vignette. Wer online kauft, beachtet die 18-Tage-Frist und prüft das Kennzeichen genau. Am Ende zählt vor allem, dass die Vignette vor der ersten Autobahnauffahrt gültig ist.
FAQ – Häufige Fragen
Was kostet die Jahresvignette für Österreich?
Für Pkw und leichte Wohnmobile bis 3,5 Tonnen kostet sie im Vignettenjahr 2026 genau 106,80 Euro. Motorräder zahlen 42,70 Euro.
Wie lange gilt die Jahresvignette?
Sie gilt 14 Monate, von Dezember des Vorjahres bis einschließlich Januar des Folgejahres. Die Vignette 2026 läuft bis zum 31. Januar 2027.
Brauchen Anhänger eine Vignette?
Nein. Laut ADAC sind Anhänger nicht vignettenpflichtig. Das Zugfahrzeug bis 3,5 Tonnen braucht eine Vignette.
Gibt es die Vignette digital?
Ja. Die digitale Vignette ist an das Kennzeichen gebunden. Ein Aufkleber entfällt. Ab 2027 gibt es laut ADAC nur noch die digitale Variante.
Warum gilt die online gekaufte Vignette nicht sofort?
Bei 2-Monats- und Jahresvignetten aus dem Onlineshop der ASFINAG gilt eine 18-tägige Sperrfrist wegen des Widerrufsrechts. 1- und 10-Tages-Vignetten gelten sofort.
Was passiert ohne gültige Vignette?
Kontrolleure verlangen eine Ersatzmaut von 200 Euro. Bei Nichtzahlung droht ein Strafverfahren mit 300 bis 3.000 Euro Strafe.
Wo kaufe ich die Vignette am besten?
Bei Automobilclubs, an Tankstellen der Grenzregion, in österreichischen Tabakläden oder online. Vor dem Kauf lohnt der Preisvergleich.
Gilt die Vignette auch für Motorräder?
Ja. Motorräder brauchen eine eigene Vignette. Die Jahresvignette kostet 2026 laut ADAC 42,70 Euro.
Wo gilt die Vignette nicht?
Bei Sondermautstrecken wie dem Arlbergtunnel. Dort zahlen Fahrer eine gesonderte Gebühr, im Jahr 2026 sind es 13 Euro pro Fahrt.
Was tun bei Glasbruch an der Windschutzscheibe?
Wer eine Klebevignette hat, kann Ersatz beantragen. Nötig sind laut ADAC unter anderem die Werkstattrechnung, die Reste der Vignette und die Zulassungsbescheinigung.
Quellen

Robert plant Reisen mit Tabellenkalkulation und schreibt über Reisezeiten, Kosten und Routen. Trocken, aber verlässlich.






