Seychellen Urlaub: Beste Reisezeit, Inseln und Kosten

Kurz gesagt: Die Seychellen sind ganzjährig um die 30 Grad warm. Entscheidend für die Reisezeit ist der Wind: April/Mai und Oktober/November gelten als beste Monate – dazwischen liegen die beiden Monsunphasen. Die drei Hauptinseln Mahé, Praslin und La Digue decken die meisten Reisewünsche ab.

Es gibt keine schlechte Reisezeit, aber deutliche Unterschiede bei Wind, Algen und Preisen.

Die beste Reisezeit

April bis Mai und Oktober bis November. Die Übergangsmonate zwischen den Monsunen: wenig Wind, ruhige See, klares Wasser. Die beste Zeit zum Schnorcheln und Tauchen.

Dezember bis März. Nordwest-Monsun mit höherer Luftfeuchtigkeit und kurzen, kräftigen Regenschauern. Warm und schwül, dafür ruhige Westküsten.

Juni bis September. Südost-Monsun mit spürbarem Wind, angenehmerer Luft, aber teils Seegras an den Südoststränden.

Tropische Wirbelstürme sind wegen der Nähe zum Äquator sehr selten.

Die Inseln

Mahé. Die Hauptinsel mit dem Flughafen und der Hauptstadt Victoria. Bergig, dicht bewachsen, viele Strände – darunter Beau Vallon. Die beste Wahl für die erste Nacht und für Mietwagenreisen.

Praslin. Ruhiger, mit dem Vallée de Mai – einem UNESCO-Welterbe, in dem die Coco de Mer wächst, die größte Nuss der Welt. Anse Lazio gilt als einer der schönsten Strände weltweit.

La Digue. Klein, mit Fahrrädern statt Autos. Hier liegt Anse Source d’Argent mit den Granitfelsen, die auf jedem Seychellenfoto zu sehen sind.

Zwischen den Inseln verkehren Fähren, zwischen Mahé und Praslin zusätzlich kurze Flüge.

Kosten

Die Seychellen gelten als teures Ziel. Deutlich günstiger wird es mit Gästehäusern statt Resorts und mit Selbstverpflegung – Lebensmittel sind allerdings weitgehend importiert und entsprechend teuer.

Ein Mietwagen ist auf Mahé und Praslin sinnvoll; gefahren wird links.

Einreise und Praktisches

Für deutsche Staatsangehörige ist kein Visum nötig; erforderlich sind ein gültiger Reisepass, ein Rückflugticket, eine Unterkunftsbuchung und eine vorab auszufüllende Reisegenehmigung. Die aktuellen Anforderungen stehen beim Auswärtigen Amt.

Die Zeitverschiebung beträgt zwei Stunden vor MEZ, die Flugzeit ab Deutschland etwa zehn Stunden ohne Umstieg.

Naturschutz

Große Teile der Inseln stehen unter Schutz. Riesenschildkröten, seltene Vögel und Korallenriffe sind der Grund, warum es Betretungsregeln und Nationalparkgebühren gibt.

Das Sammeln von Muscheln und Korallen ist verboten, ebenso die Ausfuhr der Coco de Mer ohne Zertifikat.

Wie man zwischen den Inseln reist

Zwischen Mahe und Praslin verkehren mehrmals täglich Katamaranfähren, die je nach Wetter etwa eine Stunde brauchen. Von Praslin nach La Digue dauert die Überfahrt rund fünfzehn Minuten. Für die Hauptsaison sollten Fährtickets vorab gebucht werden.

Alternativ verbinden Inlandsflüge Mahe und Praslin in etwa fünfzehn Minuten, deutlich teurer, dafür wetterunabhängiger bei Seegang. Wer zu Seekrankheit neigt, fährt damit besser. Das Gepäckgewicht ist begrenzt.

Auf La Digue gibt es kaum Autos; bewegt wird sich mit dem Fahrrad, das überall vermietet wird. Das ist Teil des Reizes und erklärt die entschleunigte Stimmung der Insel. Für Familien gibt es Räder mit Kindersitz.

Was der Aufenthalt kostet

Die Seychellen gelten als teuer, was vor allem an Unterkünften und importierten Lebensmitteln liegt. Große Resorts bewegen sich im dreistelligen bis vierstelligen Bereich pro Nacht, während Gästehäuser und Selbstversorgerapartments deutlich günstiger sind. Diese Zwischenform hat in den letzten Jahren stark zugenommen.

Wer selbst kocht und lokale Märkte nutzt, senkt die Kosten erheblich. Kreolische Take-aways bieten warme Gerichte zu Preisen weit unter denen der Hotelrestaurants. Auch der Wochenmarkt in Victoria lohnt.

Aktivitäten wie Bootstouren, Schnorchelausflüge und Nationalparkeintritte kommen hinzu. Der Eintritt zum Vallee de Mai auf Praslin und zum Meeresnationalpark ist kostenpflichtig. Beide gelten als lohnend.

Tiere und Natur

Die Seychellen beherbergen zahlreiche Arten, die nirgends sonst vorkommen, darunter die Coco de Mer mit der größten Samenkapsel der Pflanzenwelt und mehrere endemische Vogelarten. Riesenschildkröten leben auf mehreren Inseln frei. Auf Curieuse lassen sie sich aus der Nähe beobachten.

Beim Schnorcheln sind Rifffische, Rochen und mit Glück Meeresschildkröten zu sehen. Korallenbleiche hat einzelne Riffe geschädigt, andere sind gut erhalten. Örtliche Anbieter wissen, wo es sich aktuell lohnt.

Für den Naturschutz gilt: Korallen nicht berühren, Muscheln und Sand nicht mitnehmen und Abstand zu Schildkröten halten. Die Ausfuhr bestimmter Naturprodukte ist verboten und wird kontrolliert. Bei der Coco de Mer ist ein Zertifikat erforderlich.

Die bekanntesten Strände

Die Anse Source d’Argent auf La Digue mit ihren Granitfelsen gilt als einer der meistfotografierten Strände der Welt und ist über den Eingang einer ehemaligen Kokosplantage zugänglich, für die Eintritt verlangt wird. Das Wasser ist flach und ruhig, zum Schwimmen deshalb nur bedingt geeignet. Für Fotos ist der frühe Morgen die beste Zeit.

Die Anse Lazio und die Anse Georgette auf Praslin bieten tieferes Wasser und sind zum Schwimmen besser geeignet. Zur Anse Georgette führt ein Weg über ein Hotelgelände, für den eine Anmeldung nötig sein kann. Ein Anruf vorab spart den Umweg.

Auf Mahe sind die Beau Vallon Bay im Norden und die Anse Intendance im Süden die bekanntesten. Die Intendance hat kräftige Brandung und Strömung, was Vorsicht verlangt. Rettungsschwimmer gibt es an den meisten Stränden nicht.

Beste Reisezeit im Detail

Die Seychellen liegen nahe am Äquator und haben ganzjährig Temperaturen um dreißig Grad, ohne echte Trockenzeit. Entscheidend ist der Wind: Von Mai bis September weht der Südostpassat, von Dezember bis März der Nordwestmonsun. Dazwischen liegen ruhige Übergangsmonate.

April und Oktober bis November gelten deshalb als beste Zeit für Schnorcheln und Tauchen, weil das Wasser dann am klarsten und ruhigsten ist. Der Südostwind bringt zwischen Juni und August Wellen und Seegras an einzelne Strände. Welche Seite betroffen ist, wechselt mit der Windrichtung.

Ein Wirbelsturmrisiko besteht praktisch nicht, weil die Inseln außerhalb des üblichen Zyklonengürtels liegen. Regen fällt meist als kurzer, kräftiger Schauer. Ganze Regentage sind selten.

Häufige Fragen

Wie lange fliegt man?

Etwa zehn Stunden ohne Umstieg ab Deutschland.

Braucht man Impfungen?

Keine Pflichtimpfungen bei direkter Anreise. Die aktuellen Empfehlungen nennt eine reisemedizinische Beratung.

Gibt es Malaria?

Nein, die Seychellen gelten als malariafrei.

Welche Insel für die erste Reise?

Eine Kombination aus Mahé und Praslin oder La Digue.

Wie kommt man zwischen den Inseln hin und her?

Mit Katamaranfähren oder kurzen Inlandsflügen.

Wie teuer ist es?

Teuer bei Resorts, deutlich günstiger in Gästehäusern.

Darf man Muscheln mitnehmen?

Nein, die Ausfuhr ist eingeschränkt.

Welcher Strand ist der bekannteste?

Die Anse Source d’Argent auf La Digue.

Wann ist das Wasser am klarsten?

Im April sowie von Oktober bis November.

Quellen

Geschrieben von Isabel, Redaktion aromohola.de — sie schreibt hier über Reiseziele, Reisezeiten und Unterwegssein.


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