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Kurzantwort: Laut Vietnam Tourism, der offiziellen Tourismusbehörde des Landes, liegt die beste Reisezeit für Phú Quốc zwischen Oktober und März, wenn die Trockenzeit für sonnige Tage und ruhige See sorgt. April und Mai gelten als heißeste Monate mit Temperaturen um 35 Grad, bevor zwischen Juli und Oktober die Regenzeit einsetzt. Die Durchschnittstemperatur liegt ganzjährig bei rund 27 Grad.
Phú Quốc liegt im Golf von Thailand vor der Südwestküste Vietnams und ist mit weit über 100 Quadratkilometern die größte Insel des Landes. Ihr tropisches Monsunklima teilt das Jahr klar in zwei Hälften: eine trockene und eine feuchte.
Wer die Insel für Strandtage, Tauchgänge oder die Fahrt mit der Seilbahn zur Nachbarinsel Hon Thom plant, sollte diese Jahreszeiten bei der Terminwahl berücksichtigen.
Anders als auf dem vietnamesischen Festland, wo Norden und Süden zeitlich versetzte Jahreszeiten haben, folgt Phú Quốc als südlich gelegene Insel einem vergleichsweise klaren Zweiteilungsmuster. Das erleichtert die Reiseplanung gegenüber einer Rundreise durch mehrere Landesteile erheblich, da sich die Wetterlage der Insel gut im Voraus abschätzen lässt.
Trockenzeit von Oktober bis März
Nach Angaben von Vietnam Tourism ist die Zeit von Oktober bis März die angenehmste Phase auf Phú Quốc: kühlere Temperaturen im Vergleich zum restlichen Jahr, trockene Luft und ruhige See. Die Monate Januar bis März gelten dabei als besonders sonnig und niederschlagsarm. Wer Wert auf gute Sicht beim Schnorcheln oder Tauchen legt, findet in dieser Zeit die stabilsten Bedingungen. Auch für Bootsausflüge zu den vorgelagerten Inseln ist die See in diesen Monaten deutlich ruhiger als während der Regenzeit, wenn stärkerer Wellengang einzelne Touren zeitweise ausfallen lässt.

April und Mai: die heißesten Monate des Jahres
Zum Ende der Trockenzeit steigen die Temperaturen spürbar an. April und Mai bringen laut Vietnam Tourism die höchsten Werte, mit Spitzen um 35 Grad. Gleichzeitig kündigt sich in dieser Phase bereits der Übergang zur Regenzeit an, sodass die Luftfeuchtigkeit merklich zunimmt. Wer Hitze gut verträgt und volle Strände meiden möchte, kann diese Randmonate dennoch bewusst wählen, da die Preise für Unterkünfte in dieser Übergangszeit meist niedriger liegen als in der gefragten Trockenzeit zuvor.
Regenzeit zwischen Juli und Oktober
Zwischen Juli und Oktober ist die Regenzeit auf Phú Quốc voll ausgeprägt. Die Niederschläge fallen oft als kurze, kräftige Schauer, die den Tag nicht zwangsläufig komplett verregnen, aber die Luftfeuchtigkeit hochhalten. Reisende, die diese Zeit trotzdem wählen, profitieren meist von niedrigeren Preisen und weniger Touristen, müssen aber mit spontanen Wetterumschwüngen rechnen. Viele Schauer konzentrieren sich zudem auf die Nachmittags- und Abendstunden, während die Vormittage auch in dieser Jahreszeit oft noch überwiegend trocken bleiben.
Ganzjährig warme Temperaturen als Konstante
Unabhängig von der Jahreszeit bewegt sich die Durchschnittstemperatur auf Phú Quốc laut Vietnam Tourism bei etwa 27 Grad. Große Kälteeinbrüche gibt es auf der tropischen Insel nicht, weshalb die Wahl der Reisezeit vor allem eine Frage von Regen und Luftfeuchtigkeit ist, weniger eine Frage der reinen Temperatur. Selbst in den vermeintlich kühleren Monaten November und Dezember liegen die Tageshöchstwerte noch deutlich über dem, was in Mitteleuropa als warmer Sommertag gilt, sodass sich Badeurlaub auf der Insel praktisch ganzjährig anbietet.
Was die Insel neben dem Strand bietet
Rund die Hälfte von Phú Quốc steht als Nationalpark unter Schutz, mit Bergen, dichtem Wald und Wasserfällen im Landesinneren. Die mit 150 Kilometern Küstenlinie ausgestattete Insel ist zugleich für ihre Fischsaucen-Produktion bekannt, die sich in mehreren Fabriken besichtigen lässt. Von der Insel Hon Thom aus führt eine der längsten Seilbahnstrecken der Welt zurück auf das Festland von Phú Quốc.
Anreise auf die Insel
Phú Quốc verfügt über einen eigenen internationalen Flughafen, der die Insel unabhängig vom vietnamesischen Festland erreichbar macht. Alternativ verkehren Fähren vom Festlandhafen Ha Tien in die Inselstadt Duong Dong, was sich vor allem für Reisende anbietet, die ihren Aufenthalt mit einer Rundreise durch den Mekong-Delta-Raum verbinden möchten. Direktflüge aus Europa gibt es bislang nicht, sodass die Anreise in der Regel über einen Umstieg in Ho-Chi-Minh-Stadt oder Hanoi erfolgt.
Wassertemperatur und Bedingungen zum Tauchen
Die Wassertemperatur rund um Phú Quốc bleibt ganzjährig warm und liegt meist zwischen 27 und 29 Grad, was Neoprenanzüge für die meisten Tauchgänge überflüssig macht. Die beste Sicht unter Wasser fällt in die Trockenzeit, da in der Regenzeit Sedimente von Land aus stärker ins Meer gespült werden und die Sichtweiten dadurch spürbar sinken. Rund um die vorgelagerten An-Thoi-Inseln im Süden gilt das Riff als besonders artenreich, was diesen Bereich zu einem beliebten Ziel für Tagesausflüge mit dem Boot macht.
Planung der Anreise
Wer die Trockenzeit für den Besuch wählt, sollte gerade in den beliebten Monaten Dezember bis Februar Unterkünfte frühzeitig buchen, weil diese Zeit mit den europäischen Winterferien zusammenfällt. Für die Regenzeit lohnt sich dagegen ein Blick auf kurzfristige Wettervorhersagen, da sich einzelne Schauer meist nur wenige Tage im Voraus zuverlässig abschätzen lassen. Wer die Insel mit weiteren Stationen in Vietnam kombiniert, sollte zudem bedenken, dass die Regenzeiten im Norden und Süden des Landes zeitlich nicht deckungsgleich verlaufen und getrennt geplant werden sollten.
Nationalpark und Naturschutz auf der Insel
Rund die Hälfte von Phú Quốc steht als Nationalpark unter Schutz und umfasst dichten Regenwald, Flüsse und mehrere Wasserfälle im bergigen Landesinneren. Wanderungen in diesem Teil der Insel sind unabhängig von der Küstensaison ganzjährig möglich, allerdings erschweren die Schauer der Regenzeit zwischen Juli und Oktober die Wege im Wald zusätzlich, weshalb sich auch für Naturtouren die Trockenzeit besser eignet als die feuchten Monate. Im dichten Blätterdach des Regenwalds bleibt es selbst an heißen Trockenzeit-Tagen spürbar kühler als an der offenen Küste, was den Nationalpark zu einem naheliegenden Ausflugsziel für die Mittagsstunden macht.
Quellen
Geschrieben von Isabel, Redaktion aromohola.de — sie schreibt hier über Reiseziele, Reisezeiten und Unterwegssein.








