Sandstrand mit türkisem Wasser und Strandbar in Sal Rei auf den Kapverden

Beste Reisezeit Kapverdische Inseln: Klima im Detail

Kurzantwort: Die Kapverdischen Inseln haben laut Wikipedia-Klimadaten ganzjährig Tagestemperaturen zwischen 23 und 30 Grad, im Winter von Januar bis April kühlen die Nächte auf etwa 18 Grad ab, im Sommer von August bis Oktober auf etwa 24 Grad. Die Regenzeit fällt in den Zeitraum August bis November, den Rest des Jahres bestimmt der trockene Nordostpassat das Wetter. Deutsche Staatsangehörige brauchen laut Auswärtigem Amt für Aufenthalte bis 30 Tage kein Visum, müssen sich aber vorab online bei der Policía Nacional registrieren – der Reisepass muss bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein.

Die Kapverden liegen rund 570 Kilometer vor der westafrikanischen Küste im Atlantik – zehn Hauptinseln, deren Klima sich stärker unterscheidet, als die geringe Entfernung zueinander vermuten lässt.

Wer nur an einen Ort denkt, wenn er „Kapverden“ hört, unterschätzt den Unterschied zwischen den trockenen Ostinseln Sal und Boa Vista und den grünen, bergigen Westinseln wie Santo Antão.

Klima: Nordostpassat statt Jahreszeiten

Nach den Klimadaten von Wikipedia liegen die Tagestemperaturen auf den Kapverden das ganze Jahr über zwischen 23 und 30 Grad. Nachts kühlt es in den Wintermonaten Januar bis April auf rund 18 Grad ab, in den Sommermonaten August bis Oktober auf etwa 24 Grad. Verantwortlich für dieses stabile Muster ist der Nordostpassat, der trockene, warme Luft von der Sahara heranträgt und ausgeprägte Jahreszeiten wie in Mitteleuropa verhindert.

Regenzeit: August bis November

Der meiste Niederschlag fällt zwischen August und November – die übrigen Monate gelten als Trockenzeit. Insgesamt bleibt die Regenmenge gering: In der Hauptstadt Praia kommen laut Wikipedia im Jahr rund 260 Millimeter zusammen, auf den trockeneren Inseln oft nur 100 bis 200 Millimeter. Zum Vergleich: Berlin kommt im Jahresmittel auf über 570 Millimeter – die Kapverden erreichen damit selbst in ihrem regenreichsten Monat oft nicht die Menge, die in Norddeutschland an einem durchschnittlichen Herbstmonat fällt. Die Sonnenscheindauer liegt bei rund acht Stunden täglich, die Luftfeuchtigkeit im Schnitt bei 67,5 Prozent – spürbar, aber durch den ständigen Wind selten als drückend empfunden.

Sandstrand mit türkisem Wasser und Strandbar in Sal Rei auf den Kapverden
Die Kapverden liegen im Nordostpassat – das sorgt für stabiles, ganzjährig warmes Klima mit wenig Regen. Foto: Espen Faugstad, CC BY 4.0

Ostinseln gegen Westinseln: zwei Klimazonen

Sal und Boa Vista im Osten des Archipels sind flach, sandig und trocken – ideal für klassischen Strandurlaub, aber mit karger Vegetation. Die westlichen Inseln wie Santo Antão oder São Nicolau sind dagegen vulkanischen Ursprungs, gebirgig und deutlich grüner, weil sie mehr Niederschlag abbekommen. Wer wandern möchte, findet auf den Westinseln tief eingeschnittene Täler und schroffe Gipfel, während die Ostinseln vor allem für Wassersport wie Windsurfen und Kitesurfen bekannt sind.

Wassertemperatur: ganzjährig badetauglich

Die Wassertemperatur schwankt laut Klimadaten zwischen 22 und 27 Grad – auch das ein Effekt des stabilen Passatklimas. Für Badeurlaub ist damit praktisch jeder Monat geeignet, wer aber auf möglichst ruhige See und wenig Wind setzt, kommt in den Übergangsmonaten eher auf seine Kosten als in den windstärkeren Wintermonaten, wenn Surfer wegen ebendieses Windes anreisen.

Einreise: kein Visum, aber Online-Registrierung

Für touristische Aufenthalte bis 30 Tage benötigen deutsche Staatsangehörige laut Auswärtigem Amt kein Visum. Vorgeschrieben ist stattdessen eine Online-Registrierung bei der kapverdischen Nationalpolizei bis zu fünf Tage vor der Einreise, bei der Passdaten, Reisedaten, Flugnummer und Unterkunftsadresse angegeben werden müssen – gegen eine Gebühr. Für Aufenthalte zwischen 30 und 90 Tagen ist zusätzlich ein Visum nötig, das vor der Reise bei der Botschaft von Cabo Verde in Berlin beantragt wird. Der Reisepass muss bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein.

Traditionelles Fischerboot liegt am Sandstrand von Sal Rei auf den Kapverden
Fischerei prägt bis heute viele Küstenorte der Kapverden – vor allem auf den trockenen Ostinseln Sal und Boa Vista. Foto: Espen Faugstad, CC BY 4.0

Anreise mit dem eigenen Boot

Wer die Kapverden mit dem eigenen Segelboot ansteuert, darf laut Auswärtigem Amt nur über die Häfen von Sal, Praia oder Mindelo einreisen – ein Detail, das bei der Routenplanung für Langfahrtsegler oft übersehen wird, weil andere Ankerbuchten für die Einklarierung nicht zugelassen sind.

Anreise ab Deutschland

Sal und Boa Vista sind von mehreren deutschen Flughäfen aus mit Direktflügen erreichbar, die Flugzeit liegt bei rund sechs Stunden. Wer statt der beiden Touristeninseln eine der Westinseln ansteuern möchte, fliegt meist zunächst nach Sal oder in die Hauptstadt Praia und nimmt von dort einen Inlandsflug oder eine Fähre weiter. Der Archipel ist somit kein reines Ein-Insel-Ziel, sondern verlangt bei einer Rundreise etwas mehr Planung als ein Hotelaufenthalt auf Sal.

Packliste für das Passatklima

Weil der Wind auf den Kapverden ganzjährig spürbar bläst, lohnt sich leichte, aber windfeste Kleidung mehr als reine Strandmode. Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor ist Pflicht, weil die Sonneneinstrahlung durch den fast wolkenlosen Himmel intensiver wirkt, als die Lufttemperatur vermuten lässt. Auf den Westinseln mit ihren Bergtouren kommen festes Schuhwerk und eine leichte Regenjacke dazu, weil sich die Wolken an den Gipfeln häufiger stauen als an der Küste. Steckdosenadapter für den portugiesischen beziehungsweise europäischen Stecktyp sind auf den Kapverden nicht nötig, da dieselbe Steckernorm wie in Deutschland gilt.

Fazit: Wann wohin

Für reinen Strandurlaub mit stabilem Wetter passt praktisch jeder Monat außerhalb der Regenzeit August bis November. Wer wandern will, plant die Reise auf die Westinseln eher in den etwas kühleren Monaten, wer surfen will, profitiert vom stärkeren Wind der Wintermonate. Die Regenzeit selbst schließt eine Reise nicht aus, bringt aber mehr bewölkte Tage und höhere Luftfeuchtigkeit als der Rest des Jahres. Wer beides verbinden will – Strand und Berge, Wind und Ruhe –, kombiniert am besten mehrere Inseln in einer Reise, statt sich auf eine einzige festzulegen.

Quellen

Geschrieben von Isabel, Redaktion aromohola.de — sie schreibt hier über Reiseziele, Reisezeiten und Unterwegssein.

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