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Kurzantwort: Februar ist für Städtereisen die günstigste Zeit im Kalender: Flüge und Hotels kosten oft deutlich weniger als in der Hauptsaison, und die Sehenswürdigkeiten sind leer. Wer Wärme sucht, findet sie in Lissabon mit 15,6 Grad Tageshöchstwert. Wer Kultur mit Kälte kombinieren will, liegt mit Wien oder Prag richtig – dort erreichen die Höchstwerte im Februar nur 6,5 beziehungsweise 2,7 Grad. Zum Vergleich: Deutschland kommt im langjährigen Mittel 1991–2020 auf 1,5 Grad. Museen, Kaffeehäuser und Thermen füllen die kurzen Tage, ohne dass man sich durch Menschenmassen kämpfen muss.
Reisebüros nennen den Februar gern die stille Zeit zwischen Weihnachtsgeschäft und Osterferien. Für Städtereisende ist genau das der Vorteil: Der Petersdom, der Prado oder die Prager Burg lassen sich ohne Warteschlange besichtigen, und Fluglinien senken die Preise, weil die Nachfrage sinkt.
Welches Ziel passt, hängt vor allem davon ab, ob man Wärme oder Winterstimmung sucht. Beides lässt sich in Europa im Februar finden – nur eben nicht am selben Ort.
Lissabon: die mildeste Option in Europa
Von den großen europäischen Hauptstädten ist Lissabon im Februar die wärmste. Laut Klimatabelle liegt die durchschnittliche Tageshöchsttemperatur bei 15,6 Grad, nachts kühlt es auf 9,0 Grad ab. Im Schnitt fallen 111 Millimeter Niederschlag, verteilt auf mehrere Tage, dazu kommen 5,3 Sonnenstunden am Tag – genug, um ohne Winterjacke die Aussichtspunkte der Stadt abzuklappern.
Die steilen Gassen von Alfama, die gelben Straßenbahnen und die Mirantes, die kleinen Aussichtsplätze über der Stadt, funktionieren im Februar genauso gut wie im Sommer – nur ohne die Hitze und ohne die Menschenmassen der Reisemonate Juni bis August.

Wien und Prag: Kultur statt Klima
Wer Kälte in Kauf nimmt, bekommt dafür Kaffeehauskultur, Thermen und Museen ohne Warteschlangen. In Wien liegt die durchschnittliche Höchsttemperatur im Februar bei 6,5 Grad, nachts bei 1,0 Grad, bei nur 3,7 Sonnenstunden täglich. Das Wetter lädt nicht zum Flanieren ein – wohl aber zum Museumsbesuch oder zum Nachmittag im Kaffeehaus.
Prag ist im Februar noch kühler: 2,7 Grad tagsüber, minus 4,0 Grad nachts. Dafür ist die Stadt zu dieser Jahreszeit spürbar leerer als im Sommer, wenn sich die Touristenmassen über die Karlsbrücke schieben. Wer warme Kleidung einplant, bekommt die Prager Burg fast für sich allein.
Budapest: Thermalbäder statt Sightseeing im Regen
Eine dritte Option zwischen mildem Lissabon und kaltem Prag ist Budapest. Die Stadt kommt im Februar auf durchschnittlich 5,1 Grad tagsüber und minus 1,8 Grad nachts, bei vergleichsweise trockenen 26,4 Millimetern Niederschlag im Monat. Die Klimatabelle beschreibt Ungarns Hauptstadt als kontinental geprägt: kalte Winter, aber trocken statt verregnet.
Das lässt sich nutzen: Budapest hat mehrere historische Thermalbäder, die ganzjährig geöffnet sind. Ein Vormittag im warmen Wasser des Széchenyi- oder Gellért-Bads gleicht die kühlen Temperaturen draußen mühelos aus, und die Auslastung ist im Februar spürbar geringer als im Sommer.
Der Vergleich zu Deutschland
Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes lag die vieljährige Referenztemperatur für Februar in Deutschland (Periode 1991–2020) bei 1,5 Grad. Damit sind selbst Prag und Wien im Mittel noch etwas milder als der deutsche Durchschnitt – ein Grund, warum sich ein Kurztrip nach Mitteleuropa im Februar lohnender anfühlt, als man denkt.
Warum die Nebensaison günstiger ist
Fluggesellschaften und Hotels kalkulieren nach Nachfrage. Zwischen den Weihnachtsferien und den Osterferien reisen deutlich weniger Menschen, entsprechend sinken die Preise für Flüge und Übernachtungen. Wer flexibel bei der Anreise ist – etwa unter der Woche statt am Wochenende fliegt – profitiert zusätzlich.
Ein weiterer Effekt: Restaurants und Sehenswürdigkeiten sind weniger ausgelastet. Wer im Sommer eine Stunde für den Eiffelturm ansteht, kommt im Februar oft ohne Wartezeit hinein.

Packliste für die kalte Städtereise
Zwiebellook ist im Februar Pflicht: eine wind- und wasserdichte Jacke außen, darunter mehrere dünnere Schichten. Wasserdichtes Schuhwerk lohnt sich in Prag und Wien mehr als in Lissabon, wo der Regen seltener, aber die Gassen ebenso rutschig werden können. Eine Mütze hilft, weil gerade in Mitteleuropa der Wind die gefühlte Temperatur im Februar oft unter den gemessenen Wert drückt.
Wann sich welches Ziel lohnt
Für alle, die im Winter noch etwas Sonne brauchen, ist Lissabon die naheliegende Wahl – mit rund vier Stunden Flugzeit ab Deutschland gut erreichbar. Wer stattdessen auf Kultur, Therme und Kaffeehaus steht, kommt in Wien und Prag auf seine Kosten, sollte aber ordentlich Kälte einplanen. Beide Varianten haben eines gemeinsam: Sie sind im Februar günstiger und leerer als zu jeder anderen Jahreszeit.
Häufige Fragen
Ist Februar zu kalt für eine Städtereise?
Das kommt auf das Ziel an. Lissabon bleibt mit 15,6 Grad tagsüber mild, Wien und Prag verlangen dagegen Wintermantel und Mütze. Kälte ist bei diesen Zielen kein Hindernis, sondern Teil des Programms – Museen, Kaffeehäuser und Thermen sind ohnehin Innenaktivitäten.
Wie viel lässt sich im Februar gegenüber der Hauptsaison sparen?
Konkrete Prozentsätze schwanken je nach Ziel und Airline, doch der Grundmechanismus ist immer derselbe: Weniger Nachfrage zwischen den Weihnachtsferien und den Osterferien senkt sowohl Flug- als auch Hotelpreise spürbar. Wer unter der Woche fliegt, profitiert zusätzlich.
Welches Ziel eignet sich für Kinder?
Budapest und Wien bieten mit Thermalbädern und großen Museen genug Programm für Regentage. Lissabon punktet dagegen mit der Straßenbahnfahrt durch die Altstadt, die auch für Kinder ein Erlebnis ist und keine langen Fußmärsche erfordert.
Quellen
- Wikipedia: Lissabon – Klimatabelle
- Wikipedia: Wien – Klimatabelle
- Wikipedia: Prag – Klimatabelle
- Wikipedia: Budapest – Klimatabelle
- Deutscher Wetterdienst: Deutschlandwetter im Februar 2026 (Referenzwert 1991–2020)
Geschrieben von Isabel, Redaktion aromohola.de — sie schreibt hier über Reiseziele, Reisezeiten und Unterwegssein.








