Skyline von Manhattan von der Upper New York Bay aus

Beste Reisezeit New York: Klima, Preise und Termine

Kurzantwort: Die besten Monate für New York sind April bis Juni sowie September und Oktober. Dann liegen die Temperaturen zwischen 18 und 26 Grad, ohne die Schwüle des Hochsommers und ohne den Frost des Winters. Juli und August sind heiß und feucht, Januar und Februar kalt, dafür am günstigsten.

New York liegt auf 40 Grad nördlicher Breite, ungefähr auf der Höhe von Neapel. Das Klima verhält sich trotzdem völlig anders, weil die Stadt am offenen Ostrand des nordamerikanischen Kontinents liegt und Kaltluft aus Kanada ungebremst durchkommt.

Das Ergebnis sind vier ausgeprägte Jahreszeiten mit großen Spannen. Wer die Zahlen kennt, kann die Reise gezielt legen — die Unterschiede zwischen Februar und Mai sind erheblich.

Das Klima in Zahlen

Herbstlich gefärbte Bäume im Central Park
Im Central Park misst der Wetterdienst seit 1869 — von dort stammen die Klimawerte der Stadt. Foto: Superbass, CC BY-SA 4.0

Die offizielle Messstation der Stadt liegt im Central Park und liefert Daten seit 1869. Der Januar ist der kälteste Monat: Tageshöchstwerte um 4 Grad, Nachtwerte um minus 3. Der Juli ist der wärmste mit Höchstwerten um 29 Grad und Tiefstwerten um 21.

Niederschlag fällt gleichmäßig über das Jahr verteilt, mit rund 1.200 Millimetern im Jahr — mehr als in Berlin oder Hamburg. Es gibt also keine Trockenzeit, auf die man planen könnte. Im Winter fällt ein Teil davon als Schnee.

Die Kennzahl, die im Sommer wirklich zählt, ist die Luftfeuchte. Bei 32 Grad und hoher Schwüle gibt der Wetterdienst Hitzewarnungen aus, und ein Tag zu Fuß durch Manhattan wird anstrengend.

Frühling: April bis Juni

April und Mai sind mild, mit 17 bis 23 Grad und aufblühenden Parks. Die Kirschblüte im Brooklyn Botanic Garden liegt meist Ende April, die Magnolien früher. Es kann noch nass und windig sein, aber die Stadt ist angenehm zu Fuß.

Der Juni ist der Kompromissmonat: warm genug für Dachterrassen und Freiluftkonzerte, noch nicht so schwül wie Juli. Preise ziehen mit dem Beginn der amerikanischen Sommerferien Ende Juni an.

Für den Frühling spricht außerdem die Fährfahrt nach Staten Island, die Runde auf der High Line und ein Nachmittag in Brooklyn Bridge Park — alles Dinge, die im Winter unangenehm und im Hochsommer schweißtreibend sind. Der Mai ist der Monat, in dem die Stadt draußen aufwacht, ohne dass die Straßen bereits überfüllt sind.

Sommer: Juli und August

Hochsommer bedeutet in New York Hitze plus Feuchtigkeit. Die U-Bahn-Stationen sind unter der Erde deutlich wärmer als die Straße, was viele unterschätzt. Museen, Kinos und Kaufhäuser sind stark klimatisiert — eine dünne Jacke ist im Sommer kein Widerspruch.

Der Vorteil: Das kulturelle Programm im Freien ist am dichtesten. Konzerte im Central Park, Shakespeare im Delacorte Theater, Kino auf der Pier, Strände in Rockaway und Coney Island. Wer damit umgehen kann, bekommt die lebendigste Version der Stadt.

Herbst: September und Oktober

Das ist für viele die beste Zeit. September liegt bei 24 bis 26 Grad, Oktober bei 18 bis 20, die Luft wird trocken und klar, und die Sicht vom Empire State Building oder vom One World Observatory ist im Herbst am besten.

Die Laubfärbung im Central Park und in den Hudson Highlands erreicht ihren Höhepunkt meist Ende Oktober bis Anfang November. Für einen Tagesausflug ins Grüne bietet sich die Bahnfahrt entlang des Hudson River an.

Ein Restrisiko bleibt: Die atlantische Hurrikansaison läuft bis Ende November. New York wird selten direkt getroffen, spürt aber gelegentlich Ausläufer mit Starkregen.

Winter: November bis März

Zwischen Thanksgiving am vierten Donnerstag im November und Neujahr ist New York am vollsten und am teuersten. Weihnachtsmärkte, der Baum am Rockefeller Center, die Schaufenster an der Fifth Avenue und die Eisbahnen ziehen Millionen an.

Januar und Februar sind das Gegenteil: kalt, oft unter null, aber mit den niedrigsten Hotelpreisen des Jahres und kurzen Wartezeiten überall. Wer Kälte nicht scheut und wetterfeste Kleidung mitbringt, bekommt die Stadt fast für sich.

Der Wind macht dabei den Unterschied. Zwischen den Hochhäusern der Avenues entstehen Düsen, in denen sich Minusgrade deutlich kälter anfühlen als das Thermometer verspricht. Mütze, Handschuhe und eine winddichte Jacke sind für einen Januartag in Manhattan keine Übervorsicht, und Museen wie das Metropolitan oder das Naturkundemuseum füllen einen ganzen Tag im Warmen.

Schnee fällt in New York fast jeden Winter, verlässlich planbar ist er aber nicht. Große Schneemengen legen den Flugverkehr und zeitweise auch die Straßen lahm — ein Grund mehr, im Winter Puffertage einzuplanen.

Termine, die Preise treiben

Der New-York-City-Marathon findet am ersten Sonntag im November statt und füllt die Hotels. Thanksgiving mit der Macy’s-Parade, die Woche zwischen Weihnachten und Neujahr sowie große Messen und Sportereignisse haben denselben Effekt.

Umgekehrt sind die zweite Januarhälfte, der Februar und die erste Märzhälfte die günstigsten Zeiten. Wer nur auf den Preis schaut, findet dort die Unterschiede.

Bei der Übernachtung lohnt der Blick über Manhattan hinaus. Long Island City in Queens und Downtown Brooklyn liegen wenige U-Bahn-Minuten von Midtown entfernt und kosten spürbar weniger. Die Subway fährt rund um die Uhr, ein Auto braucht in New York niemand.

Häufige Fragen

Was brauche ich für die Einreise?

Deutsche Staatsangehörige reisen im Rahmen des Visa-Waiver-Programms mit einer vorab online beantragten ESTA-Genehmigung ein. Die aktuellen Bedingungen und Gebühren stehen in den Reise- und Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amts.

Wann ist es am günstigsten?

In der zweiten Januarhälfte und im Februar. Die Kombination aus Kälte und fehlenden Feiertagen drückt Flug- und Hotelpreise auf den Jahrestiefstand.

Wie viele Tage sollte man einplanen?

Vier volle Tage sind das Minimum für Manhattan. Mit Brooklyn, Queens und einem Ausflug wird eine Woche schnell knapp.

Quellen

Geschrieben von Isabel, Redaktion aromohola.de — sie schreibt hier über Reiseziele, Reisezeiten und Unterwegssein.


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